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CDU über FDP-Vorstoß verärgert

Parteien platzieren Plakate der Kandidaten

Hameln-Pyrmont (HW/uk). Bereits am 20. Januar wählen die Niedersachsen einen neuen Landtag. Den Parteien bleiben noch gute drei Wochen Zeit, um mit Plakaten, Flyern und Infoständen auf sich aufmerksam zu machen, ihre Programme den Wählerinnen und Wählern nahezubringen und um Stimmen zu werben. Gestern um Mitternacht ist die heiße Phase des Wahlkampfes eingeläutet worden. Für die Parteien bedeutete das: Feuer frei zum Plakatieren, um möglichst schnell geeignete Laternen, Bäume und öffentliche Plätze mit den Konterfeis der Kandidaten zu behängen. „Eine Absprache der etablierten Parteien. Die Grünen und wir haben schon vor Weihnachten mit der Aktion begonnen“, berichtet Torben Friedrich, der sich im Wahlkreis 36 (Bad Pyrmont, Bad Münder, Aerzen, Coppenbrügge, Emmerthal, Salzhemmendorf) für die Piraten um ein Mandat im Landesparlament bewirbt. Zusammen mit dem Wahlkreis 38 (Hameln/Rinteln), in dem Constantin Grosch kandidiert, werden die Piraten etwa 800 Plakate aufhängen. Friedrich, der bei dieser Aufgabe selbst aktiv ist: „Wir sind noch lange nicht fertig.“

veröffentlicht am 28.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:21 Uhr

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Als Frühaufsteher war Hans-Herbert Webel gestern schon unmittelbar nach Mitternacht für die Pyrmonter SPD im Einsatz. Der Ratsherr platzierte Plakate mit Ulrich Watermann und dem Spitzenkandidaten Stephan Weil an der Eiche vor seinem Haus – genau dort, wo in der Kurstadt die Rathaus- in die Schellenstraße mündet. „Das ist ein begehrter Platz“, begründete Webel seinen Sondereinsatz.

Schon vor Mitternacht hingen in Hameln bereits Plakate von der FDP, was bei der CDU für Ärger gesorgt hat. „Die Liberalen sind ausgeschert. Es bestand die Vereinbarung, dass erst ab 0 Uhr plakatiert werden darf“, schimpfte Walter Klemme als Wahlkampf-Manager der Christdemokraten. „Das ist nicht extra passiert. Für mich macht das ein Moslem. Der hatte Zeit, und die Anweisung wohl nicht richtig verstanden. Es war keine böse Absicht“, erklärte FDP-Kandidatin Kathrein Bönsch. Ihre Parteikollegin im Wahlkreis 36, Martina Tigges-Friedrich, legte gestern – ebenso wie Ulrich Watermann bei der SPD – selbst mit Hand an und half beim Aufhängen der Plakate, von denen etwa 800 in beiden Wahlkreisen platziert werden sollen.

„Ich habe 400 Stück – das reicht“, sagt Helmuth Mönkeberg, der im Wahlkreis 36 für die Freien Wähler kandidiert. Der Münderaner will seine Poster selbst platzieren: „Ich habe ein paar Helferlein, bin aber ansonsten ein Selfmademan.“

Während für die Sozialdemokraten gestern mehr als 100 Leute unterwegs waren, hatten die Christdemokraten etwa 30 Helfer im Einsatz. „Das Plakatieren organisieren die Ortsvereine“, begründet SPD-Wahlkampfleiter Peter Schulze. Schon vor dem Fest haben die Genossen die Plakate geklebt. „Sie brauchen Zeit zum Trocknen“, sagt Schulze. Darauf hat die CDU verzichtet. „Wir verwenden Hohlkammerplakate aus Vechta. Die sind wetter- und farbbeständig und ganz leicht“, erklärt Klemme. Einziges Manko: Bei Sturm können sie knicken oder abbrechen. „Deshalb haben wir noch genug in der Hinterhand“, sagt Klemme. Das hat aber auch die SPD, denn wetterfest sind auch die selbst geklebten Plakate nicht. Schulze: „Von uns fahren in den kommenden Wochen immer ein paar Leute mit einem Eimer Kleister und Ersatzplakaten durch die Wahlkreise.“

Tragende Rolle: Uwe Schrader schleppt in Bad Pyrmont die Wahlkampfplakate mit den SPD-Kandidaten Ulrich Watermann und Stephan Weil.

Foto: uk



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