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Rotarier sagen Danke

Pakete für Bulgarien: Corona kann Hilfsaktion nicht stoppen

HAMELN-PYRMONT/PAZARDZIK. Es ist geschafft - die Corona-Pandemie konnte die gemeinsame Hilfsaktion der Rotarier aus Hameln, Bad Pyrmont und Pazardzik in Bulgarien nicht stoppen. In der Vorweihnachtszeit hatten die Service-Clubs wieder einmal an einem Strang gezogen und eine großangelegte Mitmachaktion gestartet. Im Januar wurden in Bulgarien die letzten Pakete an Kinder in Not verteilt.

veröffentlicht am 19.01.2021 um 11:15 Uhr

Und obwohl Schulen geschlossen waren, packten zahlreiche Schülerinnen und Schüler, aber auch Kindergartenkinder daheim Pakete für Kinder in Not.

Dass die erfolgreiche Aktion von Niedersachsen nach Nordrhein-Westfalen übergeschnappt ist, ist auch Past President Georg-Jescow von Puttkamer zu verdanken. Der Rotarier hat Kinder und Jugendliche in Rischenau und Lügde zum Mitmachen angeregt, sich am Tag der Verladung einen Kleintransporter ausgeliehen, die Pakete aus Rischenau und Lügde abgeholt und zur Spedition Rhin gebracht.

„2019 waren es 1200 Pakete, im vergangenen Jahr nur 200 weniger“, resümiert der Pyrmonter Rotary-Präsident Hans-Joachim Spieker zufrieden. Ein toller Erfolg - gerade vor dem Hintergrund, dass das öffentliche Leben augenblicklich durch Corona eingeschränkt ist und private Kontakte auf ein absolutes Minimum beschränkt werden müssen.

Da auch in Bulgarien Schulen geschlossen wurden, konnten die letzten Pakete aus dem Weserbergland erst jetzt verteilt werden. Mitglieder des Pyrmonter Patenclubs in Pazardzik, allen voran Past President Peter Hristov, überwachten - unterstützt vom Bulgarischen Roten Kreuz - die Verteilung der Geschenke.

„Es tat mir in der Seele weh, in diesem Jahr coronabedingt nicht zu den Kindern in der Thrakischen Ebene reisen zu können“, sagt das Vorstandsmitglied für den internationalen Dienst des Rotary Clubs Bad Pyrmont, Ulrich Behmann. Der Rotarier hatte die Aktion vor mehr als zwei Jahrzehnten ins Leben gerufen.

Auch Past President Roland Sonntag, Bulgarien-Beauftragter des Pyrmonter Clubs, ist traurig. „Die Herzlichkeit der Menschen und die strahlenden Kinderaugen haben mir und den Freunden gefehlt. Zahlreiche Kinder aus Hameln, Bad Pyrmont und Lügde hatten sich an der Paketaktion beteiligt. In Bulgarien haben sie vielen Not leidenden Kindern eine große Freude bereitet.

Dass die Aktion wieder einmal von Erfolg gekrönt war, sei vielen helfenden Händen und Unternehmen zu verdanken, sagte Rotary-Präsident Thomas König (Hameln). Der Pyrmonter Rotary-Präsident Spieker nickt. „Ja, so ist es. Im Modehaus Kolle wurden Pakete angenommen. Bei der Spedition Rhin in Lügde konnten wir die Geschenke verladen - und auf Empfehlung des Rotariers Ernst-Michael Hasse hat die Spedition KEB in Barntrup den Transport kostenlos nach Bulgarien durchgeführt. Wir sind Geschäftsführer Gerald Müller sehr dankbar dafür, dass er die Kosten dafür übernommen hat.“

Ivan Aralamov brachte die Hilfslieferung nach Bulgarien. Der Brummi-Kapitän war fünf Tage unterwegs; er fuhr quer durch Deutschland, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien. Die Strecke ist 2070 Kilometer weit, führt teils durch unwegsames Gelände.



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