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Rund 20 000 Besucher in Lügde / Dechen werten Sicherheitskonzept mit Kontrollen als erfolgreich

Osterräderlauf bleibt Zuschauermagnet – mehr Kontrollen

LÜGDE. Was für einen Lauf haben die Osterräder am Sonntag in Lügde hingelegt. „Als wären sie ferngesteuert gewesen“, zeigte sich im Anschluss auch Bürgermeister Heinz Reker noch ganz begeistert von einer Superveranstaltung, die die Dechen ihren Gästen geboten hatten. Schon das erste Rad lief fast wie an einer Schnur.

veröffentlicht am 02.04.2018 um 18:36 Uhr

Nach alter Väter Sitte: Die Dechen stopfen die Eichenräder mit Roggenstroh. Zahlreiche Schaulustige waren dazu bereits am Nachmittag zum Osterberg gekommen. Foto: yt
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Carlhermann Schmitt Reporter
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Die nächsten beiden sind ganz leicht nach links abgedriftet, während zwei weitere dann wieder in der Spur blieben. Einen tollen Einstand hatte auch das neue Eichenrad. Es lief gleich bei seinem ersten Auftritt am weitesten von allen. Und so gab es zum Abschluss herzlichen Beifall der rekordverdächtigen Kulisse. „Es dürfte eine der bestbesuchten Veranstaltungen überhaupt gewesen sein“, vermutete Oberdeche Uwe Stumpe, nachdem er die Kassen der Hauptsperren überschlagen hatte. Er schätzte den Andrang auf rund 20 000 Besucher.

Stumpe bewertete das Sicherheitskonzept als erfolgreich. „Die Security-Teams an jeder Hauptsperre haben hervorragende Arbeit geleistet.“ Während die Teams, die aus je einer Frau und einem Mann bestanden, sich üblicherweise dezent im Hintergrund hielten, hatten sie ein scharfes Auge auf potenzielle Störer, bei denen sie auch Kontrollen unternehmen durften. „Und dabei haben sie Alkohol konfisziert, mit dem man eine ganze Stadt hätte betäuben können“, berichtete der Oberdeche. Die Unmengen von Alkohol waren auch der Grund, warum im vergangenen Jahr eine ganze Reihe von Kampftrinker-Trupps den friedlichen und gutgelaunten Besuchern die Veranstaltung zu vergällen versuchten, wie es heißt.

Nicht in diesem Jahr. Die Präventiv-Maßnahmen an den Sperren haben laut Dechenverein gefruchtet. Ebenso die deutliche Präsenz der uniformierten Polizei. „Dazu waren auch Personen des Lügder Ordnungsamts und des Lipper Jugendamts verdeckt unterwegs, um für Sicherheit zu sorgen“, erklärte der Bezirksdienstbeamte Reinhold Hartmann.

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Fulminanter Abschluss: das Feuerwerk. Foto: yt

Damit erlebten die Besucher die positiven Seiten des Osterräderlaufes, der zum immateriellen Kulturerbe Nordrhein-Westfalens zählt und in diesem Jahr in einem weiteren Anlauf auch der Bundesjury vorgeschlagen werden soll. Mit Einbruch der Nacht wurde der Lauf der Feuerräder durch einen Kanonenschuss angekündigt. Der Vergnügungspark an der Emmer versank in der Dunkelheit, damit die Zuschauer nicht von dem feurigen Spektakel abgelenkt werden konnten. Dann stand das erste Rad am Startpunkt. „Links etwas höher, da etwas zurück.“ Deche Werner Oelmann kroch sogar unter das Rad, um einige kleine Steinchen zu beseitigen. Dann noch ein weiter prüfender Blick. Fast millimetergenau ließen er und sein Sohn Dennis das Rad ausrichten, bevor sie ihre Fackeln daran hielten, um das Stroh zu entflammen. Warten, bis es richtig brennt und dann ins Tal schicken und stolz erkennen, dass sich die Mühe gelohnt hat. Die Räder sind toll gelaufen. Und so wirkte das Feuerwerk fast wie eine Hymne an die Dechen für deren grandioses Spektakel.



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