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Politikerin bemängelt fehlende Geländer am Steilhang / Zustand bleibt wohl so erhalten

Ohrberg-Sicherheit: Unten hui – oben pfui?

Hameln-Pyrmont. „Unten werden Riesenaktionen gemacht und oben passiert gar nichts!“ Irmgard Wyrwa sorgt sich um die Sicherheit von Fußgängern, die im Ohrbergpark spazieren gehen. Die Frau aus Klein Berkel ist unzufrieden, weil der steile Abhang über der Weser und der B 83 ihrer Meinung nach nicht ausreichend gesichert ist. „Unten machen die Gefahrenabwehr und oben kann sonst was passieren. Da steht zwar ein Geländer, aber rechts und links davon sind ganz schlimme Abhänge“, sagt Wyrwa. Kindergartengruppen würden den Weg schon nicht mehr gehen, da das nicht zu verantworten sei, habe man ihr erzählt. Ganz schlimm sei es an einer vom Sturmtief „Kyrill“ verursachten Windbruchfläche, meint das Klein Berkeler Ortsratsmitglied. „Das ist im Grunde kein Zustand“, mäkelt Irmgard Wyrwa und bittet die Dewezet, nachzufragen, ob es Bestrebungen gibt, dort weitere Brüstungen zu installieren.

veröffentlicht am 01.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 17:57 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Drei Aussichtspunkte, an denen im Park der Weg direkt am Abhang vorbeiführt, sind durch Metallgeländer gesichert. In den anderen Bereichen, wo der Pfad einige Meter von der Böschung entfernt entlangführt, ist der Park nicht mehr umzäunt. Um der Öffentlichkeit den Ohrbergpark zugänglich zu machen, schlossen Eigentümer Dietrich Freiherr von Hake, der Landkreis Hameln-Pyrmont, die Gemeinde Emmerthal und die Stadt Hameln eine Kooperation ab. Die drei Körperschaften steuern öffentliche Gelder zur Pflege des Parkes bei – jedoch nicht für Investitionen.

„Das ist eine rein sicherheitsrechtliche Geschichte. Ich bin allein für den naturschutzfachlichen, pflegerischen und vielleicht auch touristischen Part des Ohrbergparkes zuständig“, sagt Rainer Halbauer vom Landkreis Hameln-Pyrmont. „Wenn es heißt, die Geländer seien nicht durchgängig da, um zu sichern, muss man erst mal fragen, wer sich unsicher fühlt. Für meine Begriffe ist das eine ordnungs- und sicherheitsrechtliche Sache, für die der Grundstückseigentümer und die Gemeinde Emmerthal zuständig sind – für den Fall, dass da überhaupt ein sicherheitstechnisches Defizit vorliegt“, meint der Naturschutzamtsleiter beim Landkreis.

Die Aussichtspunkte auf dem Ohrberg seien gut gesichert. Man habe auch schon im Zuge der touristischen Erschließung des Parks ein Geländer repariert, so Halbauer. „Aber dass man jetzt in die Bütt muss, um komplett eine Sicherung der Hänge zu machen, sehe ich nicht“, meint der Fachmann vom Landkreis.

Ähnlich wird das auch bei der Gemeinde Emmerthal gesehen. „Der Ohrbergpark ist privates Eigentum des Waldbesitzers Herrn von Hake. Bei der Frage nach einer Absicherung muss man an ihn herantreten“, sagt Emmerthals Erster Gemeinderat Elmar Günzel. „Man wird sicherlich darüber streiten können, ob das überhaupt an der Stelle notwendig ist“, ergänzt der Mann aus dem Rathaus. Günzel spricht von erheblichen finanziellen Aufwendungen, die für eine Sicherung mit dazu nötigen Betonfundamenten kosten würde. Eine Absturzgefahr sieht Günzel jedoch nur, wenn jemand direkt an den Abhang treten würde. „Die Initiative zur Veranlassung müsste schon von Herrn von Hake ausgehen“, meint der Gemeinderat.

Da sei noch nie ein Geländer gewesen, ist vom Parkbesitzer selbst zu hören. Und hinkommen wird dort wohl auch keins, wenn man die Worte von Herrn von Hake richtig deutet: „Natürlich kann man alles einzäunen, auch das Hamelner Hafenbecken oder das in Hamburg. Man kann an jeden Waldweg rechts und links Zäune machen, damit keiner abseits geht. Dasselbe gilt für den Ohrberg“, erzählt der Parkbesitzer aus Ohr. Wenn sich nicht jemand in die Büsche am Abhang schlägt, könne eigentlich nichts passieren, meint von Hake.



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