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In gut vier Monaten ist Landtagswahl: Das sind die zwölf Direktkandidaten der Region

Nur Anja Piel hat Mandat so gut wie sicher

Hameln-Pyrmont (joa). Anja Piel, Parteichefin von Niedersachsens Grünen und in Hessisch Oldendorf zu Hause, war im Juni beim Parteitag in Wolfsburg mit dem festen Vorsatz angetreten: „Ich will Platz 1 auf der Liste für die Landtagswahl.“ Und sie kam auf Platz 1. Damit ist die 46-Jährige, die für den heimischen Wahlkreis 38 (Hameln, Hessisch Oldendorf, Rinteln) kandidiert, mit ihrem nicht zu toppenden Listenplatz einzige Spitzenkandidatin für die hiesigen Wähler bei der Wahl zum 17. Niedersächsischen Landtag, die am 20. Januar 2013 stattfinden wird.

veröffentlicht am 13.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 03:21 Uhr

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Mit den Plätzen auf den Wahllisten werden die Kandidaten eines gemeinsamen Wahlvorschlags einer Partei in eine bestimmte Reihenfolge gesetzt. Bei der Listenwahl können die Kandidaten einer Partei, die zur Wahl antreten, von den Wahlberechtigten entsprechend der festgelegten Reihenfolge gewählt werden. Während der Einzug der erstgenannten Kandidaten ins Landesparlament als relativ abgesichert gilt, haben die hinteren Kandidaten nur bei einem für die Partei günstigen Wahlausgang eine Chance auf einen Sitz in Hannover.

Das dürfte auch für die Salzhemmendorfer Grüne Britta Kellermann zutreffen. Sie kandidiert für den Landtagswahlkreis 36 (Bad Pyrmont, Aerzen, Coppenbrügge, Emmerthal und Salzhemmendorf), hatte sich um Listenplatz 11 auf der grünen Landesliste beworben – ohne Erfolg beim Parteitag in Wolfsburg.

Noch gar keinen Listenplatz gibt es indes beim CDU-Kreisverband Hameln-Pyrmont für dessen Landtagskandidaten Petra Joumaah (Wahlk. 36) und Otto Deppmeyer (Wahlk. 38): „Wir werden die Reihenfolge erst am 3. November bei der Landeslistenwahl in Hannover festlegen“, erklärt Walter Klemme, Kreisgeschäftsführer der Christdemokraten. Dann nämlich sollen gleichzeitig die Kandidatenplatzierungen sowohl für die Landtags- als auch für die Bundestagskandidaten festgelegt werden – um die Chancen auf einen Parlamentseinzug besser aufeinander abzustimmen, so Klemme.

Gut positionieren konnte sich auf der SPD-Landesliste indes bereits Ulrich Watermann (Wahlk. 36): Er dürfte auf Listenplatz 9 für einen Wiedereinzug in den Landtag abgesichert sein – „es sei denn, es gibt, wie jetzt in Nordrhein-Westfalen geschehen, so gute Einzelergebnisse, dass die Listen gar nicht zum Tragen kommen“, meint Peter Schulze, SPD-Geschäftsstellenleiter in Hameln. Auf den „Regionalproporz“ schiebt er die weit abgeschlagene Position 66, auf der Heiner Bartling, Gegenkandidat des heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Otto Deppmeyer im Wahlkreis 38 Hameln/Rinteln, rangiert. Watermann indes sieht Bartlings Platz 66 eher als Siegesprognose: „Der Wahlkreis ist noch sicherer als Hameln-Pyrmont“, begründet der Pyrmonter SPD-Kandidat die Platzierung Bartlings in den hinteren Regionen der insgesamt 87 Plätze umfassenden SPD-Landesliste.

Für einen parteiinternen Eklat hatten indes bereits im Juli die Platzierungen der FDP-Landesliste für die Landtagswahl gesorgt: Beim Landesparteitag der FDP in Osterholz-Scharmbeck waren 82 Listenplätze vergeben worden. Die heimische FDP-Kreisvorsitzende Martina Tigges-Friedrichs aus Bad Pyrmont (Wahlk. 36) wurde auf Platz 39 der Landesliste gewählt, Kathrein Bönsch aus Hameln (Wahlk. 38) kam auf Platz 47. Da für Tigges-Friedrichs mit diesem Abschneiden auf der Landesliste ein Einzug in den Landtag praktisch ausgeschlossen ist, drohte die Freidemokratin aus Bad Pyrmont damals verärgert ihren Rücktritt von allen politischen Ämtern an, wollte gar ihrer Partei den Rücken kehren. Zum großen Bruch kam es dann doch nicht: Die FDP-Vorsitzende in Hameln-Pyrmont blieb trotz ihrer Bedenken in Amt und Partei.

Keinen der aussichtsreichen ersten zwölf Plätze der Landesliste für die Landtagswahl 2013 gab es für die beiden heimischen Direktkandidaten der Linken, Bernd Mex (Wahlk. 38) und Frank Pook (Wahlk. 36), beim Landesparteitag im Juli in Hannover.

Nach einem Wahlmarathon von mehr als 30 Stunden im Saal des Hotels Weserschlösschen in Nienburg war das Ziel erreicht: 42 Listenkandidaten standen für die Landesliste der Piratenpartei Niedersachsen fest. Mit Torben Friedrich (Listenplatz 12), Gemeinderatsmitglied im Flecken Coppenbrügge (Wahlk. 36), und Constantin Grosch (Listenplatz 16), Kreistagsabgeordneter der Piratenpartei Hameln-Pyrmont (Wahlk. 38), konnten beide Direktkandidaten aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont unter die ersten 16 Listenplätze gewählt werden.

Sie wollen für ihre Parteien in den 17. Niedersächsischen Landtag einziehen und hoffen auf das Votum der Wähler am 20. Januar. Doch bis auf Anja Piel und Ulrich Watermann ist keiner der Kandidaten aus den heimischen Wahlkreisen 36 und 38 bislang mit mandatsversprechenden Listenplätzen ausgestattet worden.



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