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Sprecherin: „Betriebsqualität der Weser- und Lammetalbahn nicht immer zufriedenstellend“

Nordwestbahn-Ärger nimmt kein Ende

Weserbergland (hen). Der Ärger über verspätete Züge oder gar Zugausfälle nimmt kein Ende: Pendler berichten, dass sie in den letzten Wochen und Monaten wieder mehrfach zu spät zur Arbeit gekommen sind. „Das Drama mit der Nordwestbahn besteht leider weiterhin“, sagt der Coppenbrügger Jörg Scheling, der jetzt auch überregionale Medien einschalten will. Darüber hinaus plant der Coppenbrügger Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka, mit anderen Beteiligten in den Landtag nach Hannover zu fahren, um mit der Landesnahverkehrsgesellschaft zu sprechen. Auch Scheling wird dabei sein.

veröffentlicht am 08.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 08:21 Uhr

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Katrin Hofmann, Pressesprecherin Marketing/Kommunikation bei der Nordwestbahn, sagt auf Anfrage der Dewezet, „pauschal“ könne sie keine Angaben machen. „Für eine genaue Analyse der Ausfälle bräuchten wir genaue Daten“ – gesteht allerdings ein: „In den letzten Monaten war die Betriebsqualität der Weser- und Lammetalbahn leider nicht immer zufriedenstellend.“ Zum einen habe dies daran gelegen, so Hofmann, „dass uns oft wegen Wartungsarbeiten noch nicht alle Fahrzeuge zur Verfügung standen“. Zum anderen sei es mehrfach zu Stellwerksausfällen und Unfällen gekommen. „Wir bedauern dies sehr und bitten unsere Kunden um Entschuldigung“, so die Sprecherin. Durch eine Vielzahl von Maßnahmen erwarte das Unternehmen „kurzfristig eine deutliche Verbesserung der Fahrzeugverfügbarkeit“.

Konkrete Daten hatte Scheling im Zuge seiner letzten Beschwerde detailliert aufgelistet – dennoch hat sich an der Grundsituation nichts geändert, dass es immer wieder zu Verspätungen und Ausfällen gekommen ist. Weder von der Nordwestbahn noch von der niedersächsischen Landesnahverkehrsgesellschaft noch vom niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft und Verkehr hatte er damals zeitnah eine Reaktion erhalten. In einem Schreiben, das er Wochen nach seiner Kritik erhielt, wurde er von der Nordwestbahn um Geduld gebeten. Doch die hat Scheling nach eineinhalb Jahren nicht mehr.

Immer wieder beklagt wurden von den Betroffenen auch die unzureichenden Informationen. Katrin Hofmann: „Selbstverständlich richten wir bei absehbaren Ausfällen frühzeitig einen Busnotverkehr ein. Durch die zeitliche Verzögerung (Dauer der Fahrt vom Depot ins Netz, längere Fahrzeit) macht dies leider bei spontanen Störungen einzelner Fahrten nicht immer Sinn, da der Bus die Zielorte später erreichen würde als der Folgezug.“ Leider habe das Unternehmen nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, die Fahrgäste am Bahnsteig zu informieren. Ob und in welchem Umfang Ansagen gemacht werden und ob „Dynamische Schriftanzeiger“ installiert und bespielt würden, liege im Verantwortungsbereich von DB-Station und -Service. „Hier finden auf Initiative der Nordwestbahn derzeit Gespräche statt, um eine spürbare Verbesserung der Fahrgastinformation zu erreichen“, versichert die Pressesprecherin.

Die Züge der Weser- und Lammetalbahn seien wie alle Züge der Nordwestbahn mit Bordrechnern ausgestattet, die gegebenenfalls Verspätungsinformationen des Zuges an das rechnergestützte Betriebsleitsystem senden. „Sobald diese in Betrieb genommen sind, werden unsere Fahrgäste sich somit über den NWB-Abfahrtsmonitor (www.nordwestbahn.de/abfahrtsmonitor) oder die Auskunftssysteme von VBN (für Niedersachsen) und VRR (für Nordrhein-Westfalen) über die aktuelle Pünktlichkeit der Weser- und Lammetalbahn informieren können.“ Den VBN-Fahrplaner und die Elektronische Fahrplanauskunft (EFA) des VRR gebe es auch als App für iPhone und Android-Smartphones.



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