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Niedrigster Arbeitslosen-Stand seit 20 Jahren – aber die Zahlen haben Schatten

Die Zahlen sind alarmierend: Die Arbeitslosigkeit in Europa hat mit 45 Millionen einen historischen Höchststand erreicht. Deutschland hingegen meldet sinkende Arbeitslosenzahlen. Die Agentur für Arbeit Hameln klingt geradezu euphorisch: „Das Jahr 2011 war ein gutes Jahr für den Arbeitsmarkt.“ Doch die auf den ersten Blick positive Bilanz hat auch Schatten. Von Matthias Aschmann

veröffentlicht am 27.01.2012 um 11:59 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 14:41 Uhr

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Der Arbeitsmarkt im Weserbergland habe sich 2011 weiter entspannt, teilt die Agentur für Arbeit in Hameln mit. Die Arbeitslosigkeit in der Region zwischen Holzminden und Stadthagen ist auf den niedrigsten Stand seit 1992 gesunken. Laut Agentur waren hier im Jahresdurchschnitt 16 194 Frauen und Männer in den Geschäftsstellen der Agentur und den Jobcentern arbeitslos gemeldet – 1475 weniger als 2010 (minus 8,3 Prozent). Der Rückgang sei damit deutlich ausgeprägter als noch im Jahr zuvor (-2,3 Prozent). Das wirke sich auch auf die durchschnittliche Arbeitslosenquote aus, die um 0,7 Punkte auf 8,1 Prozent gesunken sei. 2005, erinnert Agentursprecherin Christina Rasokat, habe die Quote noch bei 13,5 Prozent gelegen.

 Allerdings: Diese Zahlen dokumentieren nur einen Teil der Wahrheit – den Teil, den die Berliner Regierungspolitik vorgegeben hat. Wer beispielsweise an Trainings-, Eingliederungs- oder anderen Maßnahmen teilnimmt, gilt als nicht verfügbar und daher auch nicht als arbeitslos, gehört zum Bereich der sogenannten Unterbeschäftigung. Zählt man die „Unterbeschäftigten“ hinzu, beläuft sich die Zahl der hiesigen Männer und Frauen ohne Arbeit im Jahr 2011 auf durchschnittlich 22 258. Der Vergleich zum Vorjahr zeigt jedoch auch im Bereich der Unterbeschäftigung einen starken Rückgang. 2010 summierten sich Arbeitslose (17 669) und Unterbeschäftigte im Bezirk der Agentur Hameln auf 24 957.

Wie die Bilanzen in den Geschäftsstellen Bad Pyrmont, Rinteln, Stadthagen, Springe und Holzminden ausfallen, wer Gewinner und Verlierer am Arbeitsmarkt sind und wie sich der doppelte Abiturjahrgang und der Wegfall der Wehrpflicht auf den Ausbildungsmarkt auswirken, das lese Sie auf der regionalen Wirtschaftsseite.

Die Agentur für Arbeit in Hameln ist für die Region zwischen Holzminden, Bad Pyrmont und Stadthagen zuständig. Fotos: Dana


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