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Mit einer Fahrkarte von Tür zu Tür

Niedersachsen-Ticket für Busbenutzer kommt gut an

HAMELN-PYRMONT. Seit Jahresbeginn kann das Niedersachsen-Ticket auch für die Busse im Landkreis Hameln-Pyrmont genutzt werden. „Das Angebot wird in unseren Bussen gut angenommen“, sagt eine Öffis-Sprecherin auf Anfrage. Die Zahlen, die dies untermauern, sollen nachgereicht werden.

veröffentlicht am 12.01.2018 um 18:45 Uhr

Foto: Dana
Marc Fisser

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Marc Fisser Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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In Hameln den Bus zum Bahnhof benutzen, den Zug nach Bremen nehmen und in die Straßenbahn zum Focke-Museum umsteigen; in Bad Pyrmont den Stadtbus entern, mit der Bahn nach Salzderhelden fahren und sich vom Linienbus zum PS-Speicher nach Einbeck bringen lassen: Das Niedersachsen-Ticket bietet vor allem für Familien oder Freundeskreise unzählige Möglichkeiten, landesweit preisgünstig auf Entdeckungstour zu gehen. Seit Jahresbeginn ist es für Hameln-Pyrmonter und die Besucher dieses Landkreises einfacher und billiger, zwischen Bus und Bahn zu wechseln. Ein Ticket genügt für die ganze Reise. „Das Angebot wird in unseren Bussen gut angenommen“, sagt eine Öffis-Sprecherin auf Anfrage. Die Zahlen, die dies untermauern, sollen nachgereicht werden. Bus-Chef Arne Behrens erklärt: „Durch solche günstigen verkehrsträger- und kreisübergreifenden Tarife wollen wir neue Kunden gewinnen und Nutzerbarrieren weiter abbauen.“

Das Niedersachsen-Ticket kostet 23 Euro plus je 4 Euro für den zweiten bis fünften erwachsenen Mitfahrer. Kinder bis 6 Jahre und drei Kinder bis 14 Jahre sind frei, ein Hund zählt als eine Person. Die Karte kann nun quasi vor der Haustür bei den Fahrern der Öffis oder im Vorverkauf in den regionalen Agenturen gekauft werden. Fahrgast Andreas Pielot aus Hameln moniert allerdings, dass das Grundticket hier 25 Euro kostet und damit der Preisvorteil gemindert wird. Den Unterschied mache die persönliche Bedienung, heißt es: Nur via Internet und an den Fahrkartenautomaten der Bahn – nicht der Hameln-Pyrmonter Öffis – gibt es die Karte für 23 Euro.

Das Niedersachsen-Ticket ist keine Einbahnstraße: Die Bewohner des ganzen Landes sowie Bremens und Hamburgs sind eingeladen, sich auf den Weg ins Weserbergland zu machen. In der Rubrik „Ausflugsziele“ werben die Organisatoren dafür, Hameln und seine Glasbläserei zu besichtigen, den Kurpark und die Hufelandtherme in Bad Pyrmont zu genießen, die Schillathöhle und das Rasti-Land zu erkunden. Für den Einsatz des Niedersachsen-Tickets in den Bussen wird die Verkehrsgesellschaft Hameln-Pyrmont Ausgleichszahlungen der Niedersachsentarif GmbH erhalten. Bei so viel Zusammenarbeit fragt sich Andreas Pielot, warum er mit dem Niedersachsen-Ticket einerseits ins nordrhein-westfälische Bünde oder Herford fahren kann, es aber von Hameln-Pyrmont in der S-Bahn nicht bis Altenbeken und Paderborn gilt. Thilo Knoblich, bei der Niedersachsentarif GmbH für Grundsatzfragen zuständig, verweist auf das historisch gewachsene Gefüge, das das Landesunternehmen von der Deutschen Bahn übernommen hat. Es sei durchaus überlegt worden, den Geltungsbereich anzupassen, im Falle Paderborn sei das jedoch nicht umsetzbar. Denn Paderborn sei von Niedersachsen aus auch auf wesentlich länger durch Nordrhein-Westfalen führenden Strecken erreichbar. Knoblich: „Die Landesgrenze ist im Grundsatz eine bekannte und gut kommunizierbare Begrenzung für ein Länderticket.“

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