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Zehn Sozialarbeiter nehmen Arbeit auf

Neues Team soll Start-Chancen in Schule verbessern

Hameln-Pyrmont (joa). Im Landkreis Hameln-Pyrmont ist derzeit jedes sechste Kind unter 15 Jahren von Armut betroffen. Mit zehn neuen Stellen für die Schulsozialarbeit im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets „Jugendhilfeplanung“ beim Jugendamt sollen die Chancen von Kindern aus sozial schwachen Familien und aus bildungsfernem Umfeld verbessert werden. Wie Jugendamtsleiterin Martina Kurth-Harms jetzt im Jugendhilfeausschuss des Kreises mitteilte, wird ein neues Team von Schulsozialarbeitern bereits zum 1. Oktober seine Arbeit aufnehmen.

veröffentlicht am 14.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 03:21 Uhr

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Insgesamt 645 000 Euro hat der Bund – auf zwei Jahre befristet – für diese neue Form der Sozialarbeit an den Schulen im Landkreis zur Verfügung gestellt. Das Personal dafür stellt das Jugendamt derzeit zusammen.

Bereits zum 1. August hat die neue Teamleiterin Brigitte Strecker ihre Arbeit aufgenommen. Als ersten Arbeitsschritt hat sie alle 64 Schulen im Landkreis angeschrieben und mit einem Fragebogen den Bedarf der Schulen für einen Sozialarbeiter erfragt. Hierbei wurde ein Augenmerk auf den Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund und auf solche gelegt, die Berechtigungen zum Bildungs- und Teilhabepaket haben. Das wurde mit dem bereits vorhandenen Kataster der jetzt bereits im Landkreis vorhandenen Angebote für von Armut betroffene Schulkinder verglichen. Bei 20 Schulen wurde ein dringlicher Bedarf festgestellt.

Hier sollen die zehn neuen Schulsozialarbeiter in stundenweisem Einsatz für die betroffenen Kinder Angebote vor Ort koordinieren, die vom Mittagstisch über Nachhilfe- bis hin zu Kultur- und Freizeitangeboten reichen. Auch Hilfestellung und Beratung über Möglichkeiten, die das Bildungs- und Teilhabepaket ganz konkret im Einzelfall bietet, ist vorgesehen. Hier steht eine ganze Palette von Hilfsangeboten für bedürftige Kinder zur Verfügung, die aber vielfach von den Eltern aus Unkenntnis oder Desinteresse nicht abgerufen werden. Ziel ist es, Bildungsdefizite, die zwangsläufig bei von Kinderarmut Betroffenen auftreten, auszugleichen.

Für Diskussionsbedarf im Ausschuss sorgte die Frage, ob und wie das auf zwei Jahre befristete Konzept der Schulsozialarbeit im Landkreis fortgesetzt werden kann. So merkte Heinrich Fockenbrock an, für die Nachhaltigkeit sei es wohl sinnvoll, Schulsozialarbeit im Landkreis zur Dauereinrichtung zu machen. Ausschussvorsitzende Ruth Leunig merkte dazu an, es sei vorgesehen, „nach einem Jahr Laufzeit den Erfolg der Maßnahme zu überprüfen, um danach zu entscheiden, wie es weitergeht“. Was die grüne Abgeordnete Mechthild Clemens zu der Vermutung veranlasste, sie „sehe keine Gefahr, dass wir nach zwei Jahren feststellen werden, das wir Schulsozialarbeit nicht brauchen“. Grundsätzlich merkte sie aber auch an, dass „Schulsozialarbeit als Bildungsaufgabe dann nicht vom Landkreis, sondern vom Land erledigt werden müsste“.



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