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„WeserErleben“ verbindet die Städte am Fluss

Neue Route für Rad-Touristen

HESSISCH OLDENDORF/RINTELN. Wer gerne Natur und Landschaft im wahrsten Sinne des Wortes erfahren möchte, sollte auf Wegweiser und Infotafeln auf einen kleinen grünen Frosch auf einem Fahrrad achten. Das Symbol ist Kenn- und Markenzeichen eines neuen Fahrraderlebnisweges, den der Naturpark Weserbergland jetzt eingerichtet hat. Die Tour „WeserErleben“ verbindet die Landkreise Schaumburg und Hameln-Pyrmont und die Städte Rinteln und Hessisch Oldendorf zu beiden Seiten der Weser. Offiziell eingeweiht wird die neue Route mit einer Rad-Sternfahrt und einem Umweltmarkt am Sonntag, 17. Juni.

veröffentlicht am 12.06.2018 um 16:21 Uhr
aktualisiert am 12.06.2018 um 17:50 Uhr

Rainer Kuhlmann, Karl-Heinz Buchholz, Johann Janssen, Heiko Wiebusch und Andreas Manz auf dem neu errichteten Beobachtungsturm in Hohenrode. Foto: kk
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Karsten Klaus Redakteur zur Autorenseite
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Wer die kompletten 35 Kilometer der Rundtour abradeln möchte, kommt in Rinteln, Exten, Hohenrode, Rumbeck, Fuhlen, Hessisch Oldendorf, Großenwieden, Ahe und Engern vorbei. Denkbar ist aber auch eine verkürzte Variante, die dann nicht über die Fuhlener Weserbrücke, sondern über die Weserfähre Großenwieden führt. Unterwegs kommt die ganze Familie auf ihre Kosten: An acht Erlebnisstationen wird über Natur, Landschaft und Geschichte informiert. Ein Höhepunkt (von vielen) ist sicherlich der neu errichtete Aussichtsturm in der Auenlandschaft Hohenrode.

Karl-Heinz Buchholz (Naturpark Weserbergland), Andreas Manz und Rainer Kuhlmann (Landkreise Hameln-Pyrmont und Schaumburg), Heiko Wiebusch (Stadt Hess. Oldendorf) und Johann Janssen (Agentur signatur) stellten das Projekt jetzt in Prasuhns Hofcafé in Hohenrode vor. Sie gehörten auch zur Arbeitsgruppe, die viele Ideen zur Realisierung des 260 000 Euro-Projektes beigesteuert haben. Finanziert wird der neue Rundweg mit Zuschüssen der EU sowie des Landes Niedersachsen sowie Geldern der beiden Landkreise und der Städte Rinteln und Hessisch Oldendorf.

Die Streckenführung orientiert sich schon aus Gründen der Nachhaltigkeit am Weserradweg und des dessen Nebenrouten. Es mussten also keine neuen Wege gebaut oder befestigt werden. Kräftig investiert wird allerdings in acht Erlebnisstationen, die signatur entwickelt und umgesetzt hat, und in den Beobachtungsturm. Von der einfachen Informationstafel bis zu Mitmachelementen reicht das Angebot. Themen sind Fauna und Flora, Landschaft und Geologie aber auch Geschichte. Verbindendes Element ist die Weser.

„WeserErleben“: Die Route führt auf beiden Seiten der Weser von Rinteln nach Hessisch Oldendorf (und zurück). Karte: Naturpark
  • „WeserErleben“: Die Route führt auf beiden Seiten der Weser von Rinteln nach Hessisch Oldendorf (und zurück). Karte: Naturpark
Eine der neuen Infotafeln an Prasuhns Hofcafé in Hohenrode. Foto: kk
  • Eine der neuen Infotafeln an Prasuhns Hofcafé in Hohenrode. Foto: kk

Wie Janssen erläuterte, wurden die Tafeln ausdrücklich nicht mit Informationen überfrachtet. Angeboten werden konkrete Infos zu dem, was gerade zu sehen oder auszuprobieren ist. Wer weitergehende Informationen haben möchte, kann sich per QR-Code mit dem Smartphone auf entsprechenden Internetseiten einloggen.

Alle Stationen sind übrigens für den Einstieg in die Tour geeignet, in Rinteln und Hess. Oldendorf gibt es Bahnanschluss. Die größten Erlebnispunkte befindet sich in Hohenrode an der Auenlandschaft. Unter dem Motto „Natur aus zweiter Hand“warten hier eine Beobachtungshütte und ein -turm mit vielen Infotafel und Mitmachstationen. Außerdem geht es dort um Weserkies.

Nächste Station ist die Friedenseiche bei Rumbeck. Dort gibt es per Guckrohr unter anderem die Schaumburg zu entdecken. Infos über die Kulturlandschaft Wesertal erwarten die Radler kurz vor Fuhlen. Wissenswertes über Weserfische erfahren sie in Hessisch Oldendorf. Auf dem Weg nach Großenwieden werden Hochwasser und Flussbegradigung thematisiert.

An der Fähre heißt es „Weser verbindet und trennt“. Es geht um die Fähre aber auch um Schifffahrt gestern und heute. Am Aher Kämpen wird zu einer Zeitreise eingeladen und auf einen Altarm der Weser hingewiesen. In Rinteln am Alten Hafen steht die Stadtgeschichte im Mittelpunkt.

Mit WeserErleben sollen nicht in erster Linie Radtouristen angesprochen werden (über die sich die Initiatoren natürlich auch freuen). Vielmehr werden gerade Einheimische mit ihren Familien ermuntert, ein großartiges Stück Natur vor ihrer eigenen Haustür zu erkunden.


Termin: Am Sonntag, 17. Juni, wird die Themenroute „WeserErleben“ offiziell eingeweiht. Um 10.30 Uhr startet eine Radsternfahrt für Jedermann – und zwar am Alten Hafen in Rinteln und am Marktplatz in Hessisch Oldendorf. Um 11 Uhr geht es von Großenwieden aus per Fähre über die Weser. Ziel ist die Auenlandschaft Hohenrode. Um 12 Uhr steht ein Platzkonzert der Schlingborner Musikanten auf dem Programm. Um 13.30 Uhr weihen Jörg Farr (Landrat Schaumburg), Frank Doods (Staatssekretär Umweltministerium Niedersachsen) und Olaf Tschimpke (Präsident des Nabu Deutschland) die Route offiziell ein.



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