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Ab Januar müssen manche Bürger tiefer in die Tasche greifen – für andere wird es sogar günstiger

Neue Müllgebühren beschlossen

Hameln-Pyrmont. Zum Jahreswechsel ändern sich im Kreis Hameln-Pyrmont die Gebühren für die Abfallentsorgung. Das hat der Kreistag am Dienstag bei einer Gegenstimme (Friedel-Curt Redeker/CDU) mit breiter Mehrheit beschlossen – fraktionsübergreifend. Während einzelne Haushalte per Tonnen-Tausch von der großen Restmülltonne auf eine kleinere bei gleichzeitigem Einsatz einer Biotonne durchaus sparen können, wird es für andere zum Teil deutlich teurer (wir berichteten). Insbesondere Bewohner privater Großwohnanlagen müssen ab Januar tiefer in die Tasche greifen.

veröffentlicht am 08.12.2015 um 19:43 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:00 Uhr

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Matthias Aschmann

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Matthias Aschmann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Otto Deppmeyer (CDU) warb als Berichterstatter um Zustimmung, betonte, dass es für die große Masse der Bürger finanziell keine Änderungen gebe. Ohnehin seien die Abfallgebühren der Kreisabfallwirtschaft (KAW) mit Blick auf andere vergleichbare Kommunen moderat. Letztmals seien im Jahr 2003 die Gebühren erhöht, danach zweimal – 2007 und 2009 – gesenkt worden. Die Überschüsse, die in den letzten Jahren die Gebühren gestützt hätten, seien aufgebraucht. Um ein kostendeckendes Niveau halten zu können, müssten nun die Gebührensätze entsprechend angepasst werden. Kalkuliert worden sei für den Zeitraum von zwei Jahren (2016/ 2017).

Wesentlichen Einfluss auf die Kalkulation habe die Quersubventionierung der Biotonne genommen. Wie berichtet, ist die Biotonne zu einer Bioenergietonne weiterentwickelt worden, in der auch Küchen- und Speisereste entsorgt werden. Ziel der Kreisabfallwirtschaft ist es, möglichst viele sogenannte biogene Stoffe aus dem Restmüll herauszuhalten. Dies soll über eine „attraktive Gebührengestaltung“ erreicht werden. Eine Biotonne zu nutzen, sei allerdings nach wie vor freiwillig, unterstrich Deppmeyer der zugleich festhielt: „Wenn der Restmüll reduziert wird, hat dies auch einen positiven wirtschaftlichen Effekt.“

Karl-Heinz Brandt (SPD) dankte der Opposition ausdrücklich für ihre konstruktive Mitarbeit. Die Union habe der Versuchung widerstanden, das Thema Biotonne polemisch auszuschlachten. Das sei sehr wohltuend gewesen.

Bereits zuvor hatten die Abgeordneten die neue Satzung der Abfallentsorgung bei einer Gegenstimme von Friedel-Curt Redeker durchgewunken. Geregelt wird durch die Satzung unter anderem die Abfalltrennung und welche Abfallbehälter zugelassen sind. Breiten Raum nehmen Vorgaben zu Bioabfällen ein, zudem werden Zielsetzungen benannt. Dazu gehört die Vermeidung von Abfällen, die Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling, die energetische Verwertung und die Beseitigung von Abfällen. Einstimmig verabschiedet wurde eine Entgeltordnung für gewerbliche Anlieferungen auf den Kompostplätzen Hameln und Bad Pyrmont. Die Kreisabfallwirtschaft betreibt im Landkreis sieben Grünschnitt-Kompostplätze, während in Hameln und Bad Pyrmont auch gewerbliche Grünschnittabfälle angenommen und verwertet werden. Prognostiziert werden rund 40 000 Euro (brutto) an Umsatzerlösen im Jahr.



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