weather-image
14°

Weserbergland AG feiert zehnjähriges Bestehen / Schaumburg will „Solidarbeitrag“ leisten

Netzwerken will gelernt sein

Hameln. „Staubtrocken“ – so sei die Weserbergland AG vor zehn Jahren gestartet. Staubtrocken, erklärt Vorstand Hans-Ulrich Born, weil die damalige Gründerversammlung von einem Notar moderiert wurde. Der gestrige zehnte Geburtstag hingegen war das Gegenteil: In einer Podiumsdiskussion konfrontierte Dewezet-Chefredakteur Frank Werner Vertreter aus Politik und Wirtschaft auch mit kritischen Fragen. Warum etwa der Landrat aus Schaumburg nicht vertreten sei – für Schaumburg war stattdessen Gunter Feuerbach, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, angereist. „Die Hauptaktivitäten der Weserbergland AG konzentrieren sich stark auf Hameln“, erklärt Feuerbach. Man erbringe aus Schaumburg eine Art „Solidarbeitrag“. Dabei hatte wenige Minuten zuvor Jans-Paul Ernsting, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover, einen dringenden Rat an alle Beteiligten gegeben: „Die Spitzenpolitiker müssen voll und ganz hinter dem Netzwerk stehen.“ Man brauche eine „Gallionsfigur“. Es sei von besonderer Bedeutung, den Wirtschaftsraum als Einheit zu begreifen.

veröffentlicht am 27.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 20:21 Uhr

270_008_7044034_wb104_Wal_2703.jpg

Autor:

VON ANDREA TIEDEMANN
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Doch offenbar hapert es genau daran – dass der Abend unter dem Motto „Gemeinsam Stärke zeigen! Mehrwert durch Netzwerke“ stand, bekam insofern eine neue Deutungsebene. Auf die Frage, ob Schaumburg einen Ausstieg aus der Weserbergland AG plane, sagte Feuerbach: „Wir wollen uns als öffentliche Hand zurückziehen, aber nicht auf null.“ Statt auf Rückzug zu setzen, generierte sich Hameln-Pyrmonts Landrat Tjark Bartels als Gallionsfigur: Spontan und ungeplant trat er hinters Redepult, um klarzumachen, dass er voll und ganz hinter der AG stehe. „Diese nörgelnde Nabelschau macht mich kirre“, sagte er unter dem Eindruck der Diskussion. Um gleich mit den neu gesteckten Zielen aus der Strategiewerkstatt, die Ende Januar stattfand, fortzufahren: „Bis Herbst wollen wir ein neues Portfolio entwickeln“, so Bartels, und zudem bessere Messinstrumente, um den Erfolg des Projektes sichtbarer zu machen. Er warnte davor, den ländlichen Raum als Synonym für „Bruno, den Problembären“ zu gebrauchen. Stattdessen müsse man den Begriff positiv besetzen. Angela Schürzeberg, Landrätin des Landkreises Holzminden, gab ganz ehrlich ihre Motivation für einen Beitritt zur Weserbergland AG an: „Wir wollten am EU-Geld teilhaben.“ Man habe schnell gemerkt, dass es einfacher sei, wenn man zu dritt auftrete – „wir wollen wahrgenommen werden“.

Über die „kleine Delle“ in den Anfangsjahren sei die Weserbergland AG mittlerweile hinaus, so Born. Man habe sich nun mehr darum gekümmert, die angebotenen Dienstleistungen an die Unternehmen zu bringen. „Die einzelnen Projekte sind für die Unternehmen greifbarer, wie etwa im Bereich Personalentwicklung“, bestätigt auch Jürgen Lohmann, Geschäftsführender Gesellschafter der Emmerthaler Lohmann-Gruppe und neuerdings Vorstand des Arbeitgeberverbands der Unternehmen im Weserbergland.

Die Weserbergland AG bietet Dienstleistungen für die Wirtschaft, für die öffentliche Hand sowie Investitionsprojekte. Mehr Informationen zur AG gibt es unter: www.weserberglandag.de

Diskutierten auf dem Podium im Hefehof vor rund 140 Gästen darüber, wie erfolgreich die Weserbergland AG bisher war, und wie deren Akzeptanz in der Politik ist: Gunter Feuerbach, Angela Schürzeberg, Frank Werner,Jans-Paul Ernsting, Jürgen Lohmann und Hans-Ulrich Born (von links). Wal



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?