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Komplizierte Bergungen mit schwerem Gerät bei Goldbeck und Blumenhagen

Navi leitet Brummi-Fahrer in die Irre

GOLDBECK / BLUMENHAGEN. Blindes Vertrauen ins Navi ist wagemutig, führt aber nicht selten auf Abwege. Diesmal wurden gleich zwei Brummi-Fahrer in die Irre und im wahrsten Wortsinn in den Schlamassel geleitet.

veröffentlicht am 31.01.2018 um 20:26 Uhr

Mit einem Bergungsschlepper ziehen Experten den 40-Tonnen schweren Lastzug bei Goldbeck aus dem tiefen Morast. Foto: leo

Autor:

Leonhard Behmann und Guido Scholl
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Ein 40 Tonnen schwerer Lastzug hat sich am Mittwochmittag in der Feldmark zwischen Goldbeck und Klein Goldbeck festgefahren. Beim Versuch, auf einen schmalen Feldweg abzubiegen, fuhr der polnische Lkw-Fahrer auf den aufgeweichten Grünstreifen. Die Vorderreifen der Zugmaschine versanken so tief im Matsch, dass die Vorderachse und der Stoßfänger des Lastzuges aufsetzten. Das Navigationsgerät soll den Fahrer in die Irre geleitet haben. Das Bergungsunternehmen Ratz rückte mit schwerem Gerät an. Mit einem hochgeländegängigen Bergungsschlepper zogen Experten den voll beladenen 40-Tonner im strömenden Regen aus dem Schlamm. „Mit der Seilwinde kann unser Bergungsschlepper bis zu 60 Tonnen ziehen“, sagt Bergungsexperte René Langejürgen. Für die Bergung des Havaristen musste zunächst ein Baum gefällt werden. Beim Versuch, nach der Bergung rückwärts den schmalen Feldweg zurückzufahren, fuhr sich der Brummi-Fahrer erneut in einer Kurve fest. „Das Problem ist, dass der Lastwagen ein 22 Tonnen schweres Stückgut geladen hat und nicht um die enge Kurve kommt, weil der Wendekreis zu groß ist“, sagt Langejürgen, der Inhaber der Bergungsfirma ist. Erneut musste der schwere Lkw aus dem tiefen Morast gezogen werden. Die komplizierte Bergung dauerte bis zum späten Nachmittag an. In einem weiteren Versuch gelang es dem Team um René Langejürgen, den Brummi um die enge Kurve zu schleppen und so aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Für Langejürgen war es bereits die vierte Bergung in diesem Monat, bei der er Lkw-Fahrern helfen musste, die ihrem Navi vertraut hatten und sich festgefahren hatten.

Auch im Deister bei Blumenhagen ist am frühen Mittwochmorgen wieder einmal ein Lastwagen steckengeblieben, weil er von seinem Navigationsgerät fehlgeleitet worden war. Gegen 4.30 Uhr meldete sich nach Angaben der Polizei ein Disponent einer Spedition bei den Beamten. Dieser machte sich Sorgen, weil eines seiner Fahrzeuge im Deister steckengeblieben war.

Der Lastzug hat sich in dem Anstieg im Deister festgefahren, Schäden hinterlässt die Havarie keine. Foto: nah
  • Der Lastzug hat sich in dem Anstieg im Deister festgefahren, Schäden hinterlässt die Havarie keine. Foto: nah

Der Mann erkundigte sich zudem, wie den betreffenden Fahrern geholfen werden konnte. Eine Streifenwagenbesatzung machte sich auf den Weg zu dem von ihm beschriebenen Ort der Havarie. Die Stelle befand sich auf einem Waldweg etwa 1500 Meter oberhalb von Blumenhagen – der Fahrer hatte sich entschieden, in Richtung Kreuzbuche und Kammweg weiterzufahren.

Der Sattelzug war dann auf dem knapp 2,50 Meter breiten, aufgeweichten Waldweg festgefahren worden. Ein Holzrückefahrzeug bekam den Lastwagen im Laufe des Tages wieder flott. Weder am Lkw noch am Weg entstanden laut Försterei Schäden.



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