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Landkreise wollen die Weichen für umweltverträglichen Tourismus stellen

Naturpark im Dornröschenschlaf

WESERBERGLAND. In Niedersachsen gibt es insgesamt 14 Naturparks. Sie sollen zum Radfahren, Wandern, Klettern und Erkunden einladen. Einer dieser Parks befindet sich seit 1975 im Weserbergland. Zurzeit erarbeiten die Landkreise Hameln-Pyrmont und Schaumburg einen „Naturparkplan“, der die aktuelle Situation des Parks erfassen soll und als Leitfaden für zukünftige Entwicklungen dienen wird.

veröffentlicht am 30.08.2017 um 19:09 Uhr

Auch der malerische Hohenstein gehört zum Naturpark Weserbergland. Foto: Dana
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Robin Mai Reporter
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„Der Naturpark ist eine Schutzgebietskategorie nach dem Bundesnaturschutzgesetz“, heißt es beim Landkreis Hameln-Pyrmont. Einfach gesprochen: Es handelt sich um eine große Fläche, die überwiegend aus Landschafts- und Naturschutzgebieten besteht. Für den Weserbergland-Park sind besonders bewaldete Berge wie der Ith und die Weser charakteristisch. Zurzeit erarbeiten die Landkreise Hameln-Pyrmont und Schaumburg einen „Naturparkplan“, der die aktuelle Situation des Parks erfassen soll und als Leitfaden für zukünftige Entwicklungen dienen wird. Dieser Tage fand dazu ein gemeinsames Treffen der Landkreise in Hessisch Oldendorf statt.

„Derzeit befindet sich der Park noch in einem Dornröschenschlaf“, sagt Andreas Manz von der Wirtschaftsförderung in Hameln-Pyrmont. Daher werden die Landkreise die genaue Aufgabe des Naturparks noch besprechen müssen. „Es ist deutlich gemacht worden, dass der Park in Richtung Umweltbildung und umweltverträglich nachhaltiger Tourismus gehen soll“, erklärt Manz. Vor allem wolle man Kinder an die Natur im Weserbergland heranführen. Dabei wolle man die Landschaften aber auch so gestalten, dass sie für spätere Generationen erhalten bleiben. „2005 hat die Bezirksverwaltung Hannover die Verwaltung des Naturparks wieder auf die kommunale Ebene geladen“, teilt Manz mit. Hannover habe sich indes um das Projekt nicht gekümmert. Deswegen habe es so lange gedauert, bis der Naturpark aus seinem „Dornröschenschlaf wachgeküsst“ werden konnte.

Der Naturpark Weserbergland erstreckt sich über 1160 Quadratkilometer. Seine Grenzen bilden im Nordosten der Deister, im Nordwesten die Bückeberge, und im Süden bei Bodenwerder grenzt er an den benachbarten Naturpark Solling-Vogler. Mehr als die Hälfte seiner Fläche besteht aus Landschaftsschutzgebieten. Knapp ein Drittel sind Waldflächen, und eine kleine Fläche Naturschutzgebiet.

Der Park deckt die gesamte Fläche des Landkreises Hameln-Pyrmont und ungefähr die Hälfte des Landkreises Schaumburg ab. Über die Zukunft des Naturparks soll in weiteren Gesprächen der Landkreise entschieden werden. Dabei sollen auch Dritte wie der Forst oder die Landwirtschaft einbezogen werden.



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