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19°
Im August kaum Besserung in Sicht

Nassester Juli seit Messbeginn

WESERBERGLAND. Der vergangene Monat fiel regelrecht ins Wasser. Im Südosten des Kreisgebietes erlebte die Region gebietsweise den nassesten Juli seit Beginn der Messungen (bisher 1954) und allgemein den trübsten und kühlsten seit 2002.

veröffentlicht am 04.08.2017 um 17:20 Uhr

Regen, Regen, Regen – das beherrschende Bild im Juli auch im Weserbergland. Foto: Dana
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Autor

Reinhard Zakrzewski Reporter
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In den ersten beiden Dekaden lag Mitteleuropa zeitweilig unter dem Einfluss von Ablegern des Azorenhochs, die jedoch regelmäßig von den aus Westen anrückenden Tiefs verdrängt wurden. Während Süd- und Westdeutschland wiederholt von sehr warmer oder sogar heißer Mittelmeerluft profitierten, blieb der Nordosten Deutschlands meist in mäßig warmer oder sogar kühler und wolkenreicher Atlantikluft hängen. Dabei entluden sich immer wieder örtlich heftige Gewitter mit Sturmböen, Hagel und Starkregen. Den Tiefpunkt markierte Unwettertief „Alfred“, das sich am 24. und 25. Juli mit intensivem Dauerregen zögernd über Deutschland hinweg nach Osten bewegte. Dabei kamen in Hameln innerhalb von 48 Stunden sagenhafte 83 Liter Wasser pro Quadratmeter vom Himmel, im Ostkreis sogar deutlich über 100. Durch diese extremen Niederschläge wurde die monatelange Trockenheit endgültig gebrochen. Gegen die vielen Wolken hat die Julisonne einen schweren Stand.

Und die Aussichten sind nicht gerade ermutigend: Das wechselhafte Sommerwetter hält an – wenn auch zunächst in abgeschwächter Form. Neben einigen trockenen und freundlichen Tagen erwarten uns in der kommenden Woche im Weserbergland auch ein paar Schauer und Gewitter. Zunächst bringt Tief „Fritz“ am Freitag dichte Wolken und viel Wind, aber kaum Regen. Der Sonnabend zeigt sich dann meist stark bewölkt mit vereinzelten Schauern. Blitz und Donner werden aber nicht dabei sein.

Am Sonntag bleibt es bei vielfach heiterem Wetter trocken. Dabei fallen die Höchsttemperaturen bis einschließlich Sonntag auf 20 bis 22 Grad zurück. Nach einem Warmstart in die neue Woche sieht es in den Folgetagen nach deutlich kühlerem Wetter mit teilweise nur noch 20 Grad aus. Trotz längerem Sonnenscheinschein dürfte es nach wie vor gelegentlich nass werden. Wie das Wetter anschließend Richtung Monatsmitte ausschaut, steht noch nicht fest. Die wahrscheinlichste Variante ist leider ein „weiter so“, denn der vom Siebenschläfer beeinflusste Zeitraum dauert gewöhnlich bis Ende August.

Information

Zahlen

Der Juli in Hameln (Hastenbeck) im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010):

Monatsmittel 18,2 °C (Abw. -0,1°C)

Maximum 32,9°C (19. Juli)

Minimum 8,7°C (13. Juli)

Sommertage(Max. mind. 25°C) 10 (normal 12)

Heißer Tag (Max. mind. 30°C) 1 (normal 3)

Niederschlag 215 mm (303% v. Soll); Rinteln-Volksen 175 mm (211% v. Soll)

Sonnenschein 157 Std. (77% v. Soll)

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