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Dr. Ulf Güber: „Es ist ein Erfolgserlebnis, dass 12 der 13 Hundebabys gerettet werden konnten“

Nach qualvollem Transport: Welpen suchen liebevolles Zuhause

REHREN. Gibt es ein Happy End für die 12 Welpen, die an einer Imbissbude im Auetal in Obhut genommen wurden? Polizei und Veterinäramt hatten die Tiere sichergestellt, weil sie nicht artgerecht transportiert, sie viel zu jung, nicht geimpft und in einem schlechten Zustand waren. Ein Welpe starb. Nun suchen die Spitzmischlinge ein neues Zuhause.

veröffentlicht am 18.04.2019 um 11:28 Uhr
aktualisiert am 18.04.2019 um 17:43 Uhr

Dr. Ulf Güber mit einem der Spitzmischlingswelpen, die er im Februar in Rehren in Obhut genommen hat, weil sie in einem schlechten Zustand waren und die nun fit und gesund sind. Foto: La
Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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Der Veterinär des Landkreises Schaumburg, Dr. Ulf Güber, sieht viel Tierleid. Nicht artgerecht gehaltene Hunde, Pferde, Rinder, die zu wenig zu fressen bekommen, in zu kleinen Ställen oder Zwingern gehalten werden und häufig schwach und sehr krank sind. Da gehört die Geschichte rund um die 13 Welpen vom Imbiss im Auetal (wir berichteten) zu den Erfolgserlebnissen, die Güber echte Freude bereiten. Denn von den 13 winzigen Hundewelpen konnten 12 gerettet werden. Sie wurden in Obhut genommen, behandelt, aufgepäppelt, geimpft und sind jetzt richtig fitte kleine Hundebabys, die ein Zuhause suchen.

Im Februar hatte ein aufmerksamer Imbissbesucher die Polizei darüber informiert, dass im Außenbereich des Imbisses drei Männer eine Menge winziger Hunde laufen ließen. Polizei und Veterinär stellten vor Ort fest, dass die 13 Welpen viel zu jung, nicht geimpft und in einem schlechten Zustand waren. Außerdem waren sie in einem Auto, auf dem Rücksitz und im Kofferraum transportiert worden, was selbstverständlich nicht zulässig und artgerecht ist.

„Bei einem solchen Einsatz muss man die Fassung und einen kühlen Kopf bewahren“, sagt Güber. Das war dem erfahrenen Veterinär gelungen. Ruhig und gründlich untersuchte er jedes Tier und entschied „die Welpen werden in Obhut genommen und gleich abgeholt“. Die Besitzer hatten dafür wenig Verständnis, behaupteten, dass die Welpen alle Geschenke für die Familien wären – baten, schimpften und drohten, aber Güber behielt seinen kühlen Kopf.

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Auf dem Rücksitz eines Autos wurden die Welpen transportiert.

Die Tiere wurden abgeholt und in zwei Tierheimen in der Region untergebracht, dort unter Quarantäne gestellt, tierärztlich behandelt und bestens versorgt.

„Ich stehe in engem Kontakt zu den Tierschützern in den Tierheimen und habe zwischendurch immer mal wieder Informationen, Fotos und Videos von den Welpen bekommen. Bis auf ein Hundebaby, das einfach zu krank war und erlöst werden musste, haben sich alle prächtig entwickelt“, erzählt Güber. „Das freut mich sehr und ist ein echtes Erfolgserlebnis. Denn auch jemandem wie mir, der schon so viele Jahre dabei ist, gehen solche Tierschicksale sehr nahe.“

Da die Besitzer, junge Männer aus Estland, Somalia und den Niederladen, wie schon erwartet, die Welpen nicht ausgelöst haben, sie hätten die immensen Kosten für die Unterbringung, Heilbehandlung und Quarantäne bezahlen müssen, wird der Landkreis die Tiere jetzt in das Eigentum der Tierheime übergeben.

„Die Tierschützer in den Tierheimen suchen jetzt verantwortungsbewusste Hundehalter für die Spitzmischlinge“, erklärt Güber das weitere Vorgehen. Er sei sicher, dass die Vermittlung schnell gelingt. Die Hunde hätten sich toll entwickelt und es würden auch keine Folgeschäden vermutet.



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