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September startet mit Sonnenschein

Nach durchwachsenem August: Der Sommer kommt zurück

WESERBERGLAND. Von der heiligen Sophie am 3. September heißt es: „September schön in den ersten Tagen, will den ganzen Herbst ansagen.“ Nach Lage der Dinge könnte der September deshalb noch viel Gutes für uns bereithalten – statistisch gesehen in zwei von drei Jahren.

veröffentlicht am 03.09.2021 um 15:00 Uhr
aktualisiert am 03.09.2021 um 20:00 Uhr

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Reporter

Hintergrund dieser Wetterregel ist das durchschnittliche Verhalten des Luftdrucks im September. In der Regel hat der September zwei Schönwetterphasen mit hohem Luftdruck zum Anfang und am Ende des Monats sowie einen herbstlich kühlen und wechselhaften Abschnitt mit tiefem Luftdruck zur Monatsmitte. Bis dahin spricht man bei schönem Wetter von Spätsommer, danach vom Altweibersommer. Mit seinen sonnigen milden Tagen aber schon kühlen Nächten hat der Altweibersommer seine Hochzeit gegen Ende September und Anfang Oktober.

Aktuell kommt der Spätsommer in Fahrt. Bis tief in die nächste Woche hinein ist freundliches, warmes und trockenes Wetter sicher. Nach Auflösung von Boden- oder Hochnebel ist große Hitze nicht mehr zu erwarten. Doch Temperaturen von 20 bis 24 Grad am Mittwoch sind möglich. In der zweiten Wochenhälfte könnte es mit Winddrehung auf Süd noch wärmer werden. Die oft klaren Nächte bleiben allerdings frisch. Im weiteren Verlauf rückt ein Tief aus Westen näher. Ob es kühles Schauerwetter bringt oder der Spätsommer in die Verlängerung geht, ist offen.

Der diesjährige Sommer wurde von einem strahlenden Juni und einem unfreundlichen August geprägt. Mit zahlreichen Sommer- und drei Hitzetagen (Saisonmaximum Hameln: 18. Juni, 32,8°C), gebietsweise großer Trockenheit und viel Sonnenschein, fand der Hochsommer diesmal im Juni statt. Danach ging’s allmählich bergab. Wie üblich, gab der Siebschläferzeitraum Anfang Juli mit einer unerschütterlichen Großwetterlage den Witterungscharakter bis weit in den August hinein vor. Am Rande subtropischer Warmluft über Nord- und Osteuropa zeigte sich der Monat zwar wolkenreich, aber standesgemäß warm. Allerdings wurde die 30-Grad-Marke nicht mehr geknackt und Unwetterzonen aus Südwesten sorgten für teils heftigen Platzregen mit örtlichen Überflutungen. Mitte August bröckelten die Werte rasch ab. Während ein kräftiges Hoch am 24. August dem östlichen Island einen neuen Hitzerekord bescherte (Hallormsstadur, 29,4°C), brachte uns ein zählebiges Sturmtief über Südskandinavien, später dem östlichen Mitteleuropa, im letzten Monatsdrittel viel Herbststimmung mit Regen, Wind und kaum noch 20 Grad. So wundert es nicht, dass der August 2021 durch seine zaghafte Wärme, die oft starke Bewölkung und ein gerütteltes Maß trüber Tage in der unteren Liga mitspielte. Zum Vergleich: Gemessen an der alten Klimaperiode 1961 bis 1990 erlebten wir einen August wie früher.

Information

Der Sommer in Hameln: Mitteltemperatur: 18,1°C (Abweichung: +0,6°C); Niederschlag: 252 mm (120 Prozent vom Soll); Sonne: 547 Stunden (94% vom Soll)

Der August in Hameln (Hastenbeck) im Vergleich zum Klimamittel von 1981-2010:

Monatsmittel: 16,8 °C (-1,1°C zum Klimamittel)

Maximum: 29,3°C am 13. August

Minimum: 7,6°C am 25. August

Sommertage (mindestens 25°C): 3 (normal 11)

Heißer Tag (mindestens 30°C): 0 (normal 3)

Niederschlag: 79 mm (108 Prozent vom Soll)

Niederschlagreichster Tag: 15 mm am 22. August

Sonnenschein: 142 Std. (74 Prozent vom Soll)



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