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Rücklagen der Kreisabfallwirtschaft bald aufgebraucht

Müllgebühren werden 2016 steigen

Hameln-Pyrmont. Nach vielen Jahren stabiler Müllgebühren müssen sich die Haushalte im Landkreis Hameln-Pyrmont für das Jahr 2016 auf steigende Kosten für die Müllabfuhr einstellen. Das zeigen die gestern dem Betriebsausschuss „Abfallwirtschaft“ des Kreistags vorgelegten Zahlen: Danach wird die Kreisabfallwirtschaft (KAW) das Jahr 2015 mit einem Defizit in Höhe von 1,064 Millionen Euro abschließen und damit die restlichen Rücklagen von rund 800 000 Euro aufgebraucht haben.

veröffentlicht am 07.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 11:41 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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Die letzte Preiserhöhung der KAW stammt aus dem Jahr 2003; in den Jahren 2007 und 2009 wurden die Müllgebühren sogar gesenkt, bilanzierten die Mitglieder des Betriebsausschusses. Und Otto Deppmeyer (CDU) merkte an: „Damit haben die Rücklagen fünf Jahre länger gehalten, als wir erwartet hatten.“ Wie stark die Müllgebühren steigen, werde im kommenden Jahr in aller Ruhe beraten, betonte der Ausschussvorsitzende Karl-Heinz Brandt (SPD).

Für 2014 Jahr geht KAW-Leiterin Sabine Thimm davon aus, dass in diesem Jahr am Ende ein Überschuss von 140 000 Euro erwirtschaftet werden kann. Im Wirtschaftsplan 2014 war noch von einem Defizit in Höhe von 283 000 Euro ausgegangen worden. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Vor allem werden die Umsatzerlöse nach der jetzigen Prognose um rund 80 000 Euro über dem Planansatz für 2014 liegen, weil mit einem Vertragspartner jetzt auch für das zurückliegende Jahr eine Vereinbarung geschlossen werden konnte, die sich bilanziell aber erst Ende 2014 auswirken wird. Dank eines um 35 000 Euro höheren Erlöses für einen nicht mehr benötigten Schredder würden auch die „Sonstigen betrieblichen Erträge“ um 46 000 Euro höher als erwartet ausfallen, kündigte Sabine Thimm an. Günstiger als vorhergesehen habe sich zudem der Dieselpreis entwickelt, was zusammen mit weniger Reparaturaufwand für den Kompostzug die Position Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um 100 000 Euro entlastet habe.

Rund 100 000 Euro über der Planung lag dagegen der Aufwand für „bezogene Leistungen“. Es handelt sich dabei vor allem um gestiegene Reparaturkosten für die KAW-Fahrzeuge und höhere Unterhaltungskosten für den Kompostplatz Hameln. Gut 200 000 Euro gehen als einmalige Einsparung für den Personalaufwand in die Bilanz ein. Sie wurden eingespart, weil für ausscheidende Mitarbeiter die gesetzliche Lohnfortzahlung entfiel. Die Stellen sollen laut Thimm aber wieder besetzt werden. Für Investitionen wird die KAW in diesem Jahr deutlich weniger als geplant ausgeben: Statt 1,272 Millionen Euro werden es wohl nur 1,04 Millionen Euro sein.

Die Haushalte in Hameln-Pyrmont müssen sich unter Umständen demnächst auf die Einführung einer vierten Tonne für das Sammeln von Wertstoffen einstellen. Der Zeitpunkt dafür sei aber noch nicht abzusehen, erklärte die KAW-Leiterin auf Fragen von Gerhard Paschwitz (CDU), denn die Bundesregierung habe den für diesen Herbst geplanten Entwurf für ein Wertstoffgesetz noch nicht vorgelegt.



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