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Neue Gebühren der KAW

Müll wird teurer – Bioabfall aber nicht

HAMELN-PYRMONT. Dass die Müllgebühren ab dem kommenden Jahr steigen, hatte Sabine Thimm, die Leiterin der Kreisabfallwirtschaft (KAW), bereits im August schon angekündigt (wir berichteten). In der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses der KAW wurden nun Details bekannt.

veröffentlicht am 16.11.2017 um 17:56 Uhr

Die KAW erhöht ab 2018 die Restmüllgebühren. Foto: Dana
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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„Das Gesamtgebührenvolumen erhöht sich um vier Prozent“, so Thimm. Einzelne Preissteigerungen könnten allerdings höher ausfallen: So soll eine 45-Liter-Restmülltonne im Landkreis für einen Drei-Personen-Haushalt ab 2018 künftig 6,93 Euro monatlich kosten. Aktuell kostet sie 6,42 Euro. Für den städtischen Bereich erhöht sich die Gebühr für die 45-Liter-Restmülltonne um 0,66 Euro auf 7,36 Euro monatlich. Freuen können sich Besitzer einer Biotonne: Die Müllgebühren für Bioabfälle werden gesenkt. Die 120-Liter-Tonne (Landkreis) kostet dann nur noch 2,81 Euro monatlich statt derzeit 2,92 Euro. Im städtischen Bereich werden mit 2,98 Euro gleich 0,30 Euro weniger fällig. „Wir wollen Anreize setzen, dass Abfälle getrennt werden und nicht so viel in die Müllverbrennung wandert“, erklärte Mathias Morgenstern von der Firma Econum, der die Gebührenkalkulation für die Jahre 2018 bis 2020 detailliert vorstellte. „Wir kalkulieren für drei Jahre“, stellte er heraus; über diesen Zeitraum blieben die Gebühren konstant. Ausschussmitglied Rüdiger Zemlin (FDP) sprach sogar von einer moderaten Erhöhung, da es einige Jahre sogar Gebührensenkungen gegeben habe. Die Betriebsleiterin äußerte sich vor dem Ausschuss nochmals zu den Gründen, die die Gebührenerhöhung erforderlich machten: Zum einen sprach sie von „deutlichen Investitionen in den Fuhrpark“ (im Dezember werden fünf neue Fahrzeuge angeschafft), zum anderen erhöhten sich die Personalkosten – unter anderem durch neue Tarifverträge. Des Weiteren wird die Entsorgung des Grünschnitts teurer, da es hier eine neue Verordnung gibt. „Wir möchten natürlich unseren Kompost zu 100 Prozent in der Landwirtschaft unterbringen. Das geht aber derzeit nicht“, sagte sie und appellierte auch an die Politik, eine Lockerung durchzusetzen. „Wenn wir gar nichts mehr extern verwerten müssen, wirkt sich das kostenmindernd aus“, erklärte die Betriebsleiterin.

Endgültig beschlossen worden sind die Gebühren in der Sitzung allerdings noch nicht. Das wird im Dezember erfolgen; dann sollen die neuen Gebührenbescheide noch rechtzeitig vor Jahresbeginn rausgeschickt werden.

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