weather-image
17°
Zweite Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst / Operationen verschoben

Müll bleibt liegen und ein Bad zu

Hameln-Pyrmont. Der Müll blieb vielerorts stehen, Kindertagesstätten waren geschlossen und für Badewillige fiel der geplante Besuch des Hallenbades gestern sprichwörtlich ins Wasser. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di begann in der Tarifrunde für die Angestellten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen mit der zweiten Warnstreikwelle. Am gestrigen Dienstag sollen sich laut Gewerkschaftsangaben rund 20 000 Beschäftigte – die Polizei spricht von 18 000 – in Hannover an einer zentralen Streikkundgebung für Niedersachsen und Bremen beteiligt haben. Während ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske auf dem hannoverschen Opernplatz die Streikbeteiligung als „starkes Signal an die Arbeitgeber“ bezeichnete, brauchten einige Bürger bereits am zweiten Streiktag starke Nerven.

veröffentlicht am 26.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:21 Uhr

270_008_7041261_wb222_2603.jpg
Frank Neitz

Autor

Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

So sind aufgrund des Warnstreiks am Dienstag verschiedene Sammeltouren der Abfallentsorger ausgefallen. Restmülltouren im Bereich der Stadt Hameln sowie in verschiedenen Ortschaften in Emmerthal und Bad Münder konnten ebenso wenig gefahren werden wie verschiedene Papier- und Grünschnitttouren im gesamten Landkreis. Die Kreisabfallwirtschaft will ab Mittwoch beginnen, die ausgefallenen Touren voraussichtlich bis zum Wochenende nachzuholen. Dadurch können sich die für den Rest der Woche geplanten Abfuhren ebenfalls verschieben. KAW-Betriebsleiterin Sabine Thimm bittet daher, die Restmüll-, Bio- und Papiertonnen ebenso wie die Gelben Säcke, Grünschnitt oder Sperrmüll wie gewohnt bereitzustellen und bis zur Abfuhr zugänglich zu halten.

In der Stadt Hameln blieben die Kindertagesstätten Rohrsen und Altstadtmäuse geschlossen. Allerdings wurden hier einige Kinder in Notgruppen betreut. Auch die Türen zum Hallenbad Einsiedlerbach blieben den Tag über verriegelt. „Der Betriebshof steht weitestgehend still, das Gros der Mitarbeiter ist im Streik“, berichtete Stadtsprecher Thomas Wahmes. Allerdings hatte entgegen einer ver.di-Mitteilung die Bücherei geöffnet. Im Sana-Klinikum sollen einige nicht dringend notwendige Operationen verschoben worden sein, sagte ver.di-Fachsekretär Jan Orbach. Der Gewerkschafter sprach von 400 Mitgliedern aus dem Landkreis, die sich am Streik beteiligt haben. Heute legen Angestellte in einigen Nahverkehrsbetrieben ganztägig die Arbeit nieder. So muss auch in Hannover mit erheblichen Einschränkungen im Stadtbahn- und Busverkehr gerechnet werden.

Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare