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Lieferung ins AKW Grohnde genehmigt

Mox-Transporte im September und November?

Grohnde/Nordenham (fh). Die Planungen für die nächsten Transporte von Mox-Brennelementen ins Atomkraftwerk Grohnde laufen: Zwei Transporte mit insgesamt 16 Brennelementen seien genehmigt, bestätigte gestern Dr. Petra Uhlmann, Sprecherin von e.on Kernkraft. Zu Terminen und Transportrouten äußert sie sich jedoch nicht. „Ich kenne die Termine gar nicht“, beteuert sie: „Und selbst, wenn ich sie kennen würde, würde ich sie nicht kommunizieren“ – aus Sicherheitsgründen.

veröffentlicht am 14.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 04:41 Uhr

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Zeitfenster für die beiden Transporte sind allerdings bereits öffentlich im Gespräch. Der Grund: Michael Höbrink, Landrat des Landkreises Wesermarsch, hatte die Abgeordneten des Kreistages darüber informiert, dass zweimal Mox-Brennelemente aus der englischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield im Hafen von Nordenham umgeschlagen werden sollen. Ziel der Transporte über die Straße: das AKW Grohnde – Zeitpunkt: die zweite Septemberhälfte für den ersten, voraussichtlich der November für den zweiten Transport. Darüber sei er, Höbrink, von der e.on Kernkraft GmbH informiert worden. Er bezieht sich somit auf ein Gespräch mit Uhlmann, die jedoch zu Zeitangaben – wie erwähnt – keine Angaben machen will. Die Mail des Landrates aus der Wesermarsch wurde publik. Die „Nordwest-Zeitung“ griff das Thema auf, der Wortlaut des Schreibens ist nun auch auf der Internetseite des BUND Hameln-Pyrmont zu lesen.

Atomkraftgegner laufen seit Jahren Sturm gegen Transport und Einsatz der Mox-Elemente. Mox steht für Mischoxid. So werden Brennelemente bezeichnet, die nicht nur Urandioxid, sondern auch Plutoniumdioxid enthalten. Plutonium ist hochgiftig und kann zur Herstellung von Atombomben verwendet werden, argumentieren die Kritiker.

Der Transport von Sellafield nach Grohnde wird von dem Unternehmen Nuclear Cargo Services (NCS) durchgeführt. NCS beantragte auch die jetzt genehmigten Transporte beim Bundesamt für Strahlenschutz. Die Belieferung der Atomkraftwerke mit Mox-Elementen sei „ein völlig normaler Vorgang“, betont die e.on-Sprecherin. In den vergangenen Jahren seien 33-mal entsprechende Transporte zu den e.on-Kraftwerken gerollt. Die letzte Lieferung für Grohnde liegt allerdings schon einige Zeit zurück: Vom 19. bis zum 28. April 2004 kamen vier Mox-Transporte an der Weser an.



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