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Mox-Transport: Der lange Tag von Grohnde

Grohnde (ube). Demonstranten machen am AKW Grohnde immer wieder ihren Unmut gegenüber den geplanten Mox-Transporten deutlich, starke Polizeikräfte versuchen, die Situation im Griff zu behalten. Während in Nordenham noch auf die Ankunft des Schiffs mit den umstrittenen Brennelementen gewartet wird, haben in Grohnde die Proteste schon längst begonnen. Der lange Tag von Grohnde. 

veröffentlicht am 23.09.2012 um 20:11 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:41 Uhr

wb Grohnde
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Grohnde. „Angefangen haben wir mit zwölf Leuten. Jetzt sind wir schon 50 bis 60, die an der Mahnwache teilnehmen“, sagt Tobias Darge von der Regionalkonferenz „Grohnde abschalten“. Der Atomkraftgegner trägt eine orangerote Warnweste mit der Aufschrift „Ordner“. Er steht auf der alten B 83 vor dem Atommeiler - und erzählt, was ihm und anderen auf der Seele brennt. „Schon zwei Millionstel Gramm Plutonium können Krebs erzeugen.“ Und: „Die Neutronenstrahlung ist höchstgefährlich.“ Die Angst vor der unsichtbaren Gefahr schweißt die, die gekommen sind, zusammen. Viele sind es allerdings nicht, die gegen den Transport plutoniumhaltiger MOX-Brennstäbe von Sellafield (Großbritannien) nach Grohnde demonstrieren. „Die Bundesregierung hat ja unsere Forderungen zum Teil erfüllt und mit dem Ausstieg aus der Atomkraft „etwas Dampf aus dem Kessel gelassen“, meint Darge.

Die Polizei zeigt Stärke. Ihre Mannschaftswagen stehen überall. Die Bereitschaftspolizisten kommen aus Hannover, Northeim, Göttingen, Osnabrück und Braunschweig. Staatsschützer mit Ferngläsern sitzen in Zivilwagen und beobachten daraus die Szene. „Raumschutz“, nennt das die Polizei. Wie viele Beamte im Einsatz sind, will Kriminalhauptkommissar Heinz Mikus, der auf dem Parkplatz am Info-Zentrum Ansprechpartner für die Medien ist, nicht verraten. „Dazu machen wir keine Angaben“, sagt er, zuckt mit den Schultern und lächelt. Viel los sei nicht. „Alles ist bislang friedlich“, meldet der Sprecher der Inspektion, Jörn Schedlitzki.

Über den Tagesverlauf berichten wir in der Dewezet.



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