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Rund 1300 Kinder und Jugendliche bilden mit der Kreisjugendfeuerwehr eine feste Größe

Mit Eifer dabei – seit 50 Jahren

HAMELN-PYRMONT. Vor vier Jahren hat die Niedersächsische Jugendfeuerwehr das halbe Jahrhundert vollgemacht, zwei Jahre später zog der Bundesverband nach, nun kann auch die Kreisjugendfeuerwehr auf 50 Jahre Geschichte zurückblicken. Bereits vor 55 Jahren hatte sich die erste Jugendfeuerwehr in Hameln gegründet.

veröffentlicht am 21.08.2016 um 19:04 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:30 Uhr

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Autor:

Sabine Brakhan
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Ein Rückblick: In der damals noch kreisfreien Stadt Hameln wird auf Anregung des nur für die Stadt Hameln zuständigen Kreisbrandmeisters Niehoff 1961 die Jugendfeuerwehr Hameln gegründet. Als erster Jugendfeuerwehrwart fungierte Günter Harries, heute 78 Jahre alt, der sich noch gut an die Anfänge der Jugendfeuerwehr in der Rattenfängerstadt erinnert. „Das Interesse der Jugendlichen am Feuerwehrdienst war groß und der Zulauf gut“, berichtet er. Die Ausrüstung der Nachwuchsbrandschützer sah damals noch etwas anders aus als heute: „Dienstbekleidung war ein einteiliger Overall, der an einen Schlosseranzug erinnerte“, erzählt Günter Harries. Auch Helme wurden erst später aus Gründen der Unfallsicherheit Teil der Ausrüstung, genau wie Handschuhe. Auf dem Kopf trugen die ersten Jugendfeuerwehrmitglieder – und es waren tatsächlich nur Jungs – sogenannte Berg- oder Skimützen.

Mädchen eroberten die Männerdomäne Feuerwehr erst später. Extra für den Hamelner Feuerwehrnachwuchs wurde auch eine kleine Pumpe inklusive Einachsanhänger angeschafft. „Die JF-Tragkraftspritze 4/5 förderte 400 Liter pro Minute bei 5 bar, während die normalen Feuerwehr-Pumpen mindestens die doppelte Leistung hatten“, berichtet Günter Harries.

Im Laufe der kommenden fünf Jahre gründeten sich in Herkensen (1963), Ockensen (1964), Hamelspringe, Grohnde, Salzhemmendorf und Oldendorf (alle 1965) sowie in Pötzen, Holzhausen, Lauen-stein (alle 1966) weitere Jugendfeuerwehren. Das war dann auch die Geburtsstunde der Kreisjugendfeuerwehr Hameln-Pyrmont.

Ein guter Grund zum Feiern: Mit buntem Programm und Theater feierten die Jugendwehren am Samstag im Hamelner Bürgergarten. Foto: Wal

Kreisbrandmeister Strüver ernannte Karl-Heinz Brackmann aus Herkensen zum ersten Kreisjugendfeuerwehrwart. Er übernahm damit die Führung der inzwischen zehn Jugendfeuerwehren mit insgesamt 177 Mitgliedern. „Im Vergleich mit den anderen Jugendfeuerwehren wurde schnell deutlich, dass wir Hamelner mit unserer kleinen Pumpe im Wettkampf keine Chance hatten. Die Dörfer hatten nicht die finanziellen Mittel, um ihre Jugendfeuerwehren mit ebenso kleinen Pumpen auszustatten. Also traten alle anderen mit den großen Pumpen der Einsatzabteilungen bei Wettbewerben an und auch die Jugendfeuerwehr Hameln nutzte fortan die Tragkraftspritze der Erwachsenen“, berichtet Hamelns erster Jugendfeuerwehrwart.

Mittlerweile ist die Zahl der Jugendfeuerwehren im Landkreis auf 73 angewachsen – Tendenz leider fallend, wie der amtierende Kreisjugendfeuerwehrwart Thomas Kurbgeweit nicht verschweigt. „Im Laufe der letzten fünf Jahrzehnte haben einige Jugendfeuerwehren ihren Dienst ruhen lassen beziehungsweise mussten aufgelöst werden“, bedauert er. Trotzdem ist die Mitgliederzahl erstmals wieder im Aufwärtstrend. Der Grund: Die Gründung von mittlerweile 29 Kinderfeuerwehren, die allesamt der Kreisjugendfeuerwehr angehören. Aktuell engagieren sich rund 1300 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren in über 100 Feuerwehr-Nachwuchsorganisationen im Landkreis.

Mit einem Theaterstück vom Jugendforum, Feuershow und jeder Menge Spiel, Spaß und Attraktionen feierte die Kreisjugendfeuerwehr ihr Jubiläum am Samstag im Hamelner Bürgergarten.



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