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Sorgt digitales System für höhere Quote bei der Essensausgabe? KGS Salzhemmendorf stellt um

Mit der Chipkarte in die Schulmensa

Hameln-Pyrmont (hen). Die Kooperative Gesamtschule Salzhemmendorf will die Bestellung und Abrechnung des Mensa-Essens künftig per Chipkarte steuern. „Wir können dazu unsere neuen digitalen Schülerausweise nutzen“, sagt KGS-Direktorin Christine Sprengel, die einen sehr deutlichen Vorteil in dem bargeldlosen Zahlungsverkehr für das Mittagessen sieht: Eltern könnten künftig genau kontrollieren, was ihre Kinder wann gegessen haben. Dass Kinder die fünf Euro, die ihnen von Zuhause mitgegeben wurden, anderweitig ohne Wissen von Vater und Mutter ausgeben, fiele damit flach. Vorteil für die Salzhemmendorfer: Ein findiger Lehrer an der Schule klügelt ein eigenes für die Kansteinschule passgenaues System aus.

veröffentlicht am 21.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 09:21 Uhr

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Denn ganz neu ist die Idee mit den Chipkarten nicht – und auch nicht ganz unkritisch: An der KGS Bad Münder wurde das Modell nach zwei Jahren jetzt zunächst wieder eingestellt. Das System sei sehr wartungsintensiv, sagt Direktor Edgar Schulz auf Nachfrage: „Wir sind einfach zu klein.“ Gleichwohl hält Schulz den bargeldlosen Zahlverkehr für eine gute Idee; auch für den Caterer habe er Vorteile. Für die Schüler bietet die Plastikkarte immerhin auch die Möglichkeit, kurzfristig Essen zu bestellen: „Das ist noch morgens für den gleichen Mittag möglich.“

Allerdings sei das System, das an der KGS Bad Münder installiert worden war, auch nicht ganz billig. „Dieses Geld können wir zurzeit besser für andere Dinge verwenden“, so Schulz. Für fünf Essen täglich lohne sich das nicht. Der Aufwand stehe also in keinem Verhältnis. Allerdings: Wenn die KGS Bad Münder an ihren eigentlichen Standort umgezogen ist, will der Direktor das Thema neu angehen. „Dann auch in Verbindung beispielsweise mit der Ausleihe in der Bücherei.“ Auch die Hessisch Oldendorfer denken über eine Einführung des Systems nach, berichtet Klaus Volkmer, Leiter des Schulamtes beim Landkreis Hameln Pyrmont, der Schulträger für die Gesamtschulen ist. Nach seinen Angaben kosten die monatlichen Wartungsgebühren rund 40 Euro – da komme im Jahr ein hübsches Sümmchen zusammen. Doch auch er sieht die Vorteile – nicht zuletzt in Hinblick auf das Bildungs- und Teilhabepaket, mit dem bedürftigen Kindern ein Essenszuschuss zugute kommen soll. Hard- und Software könnten auch über das Bildungspaket abgerechnet werden – auch hier sind die Kosten mit 10 bis 15 000 Euro kein Pappenstiel. Doch Volkmer befürwortet die Chipkarten: „Das ist ein ausgeklügeltes System, mit dem man viel machen kann“, und sagt interessierten Schulen die Unterstützung des Landkreises zu.

Grundsätzlich sei es schwierig für die Schulen, ein Mittagessen zu etablieren, sind sich Volkmer und Schulz einig.

Das weiß auch die Stadt Hameln, die bereits seit 2005 an der Theodor-Heuss-Realschule, der Klütschule und der Pestalozzischule Mensen betreibt. Das Vikilu gibt seit 2008 Essen aus und das AEG und Schiller-Gymnasium folgten 2009. Am Schiller sei mit rund 130 Mittagessen und rund 350 bis 400 Frühstückseinheiten die (räumliche) Kapazitätsgrenze ebenso erreicht wie am Einstein-Gymnasium: Dort werden nach Angaben der Betreiberin rund 120 Mittagessen und 200 Brötchen im Frühstücksverkauf ausgegeben. Ob das mehr ist oder weniger als zum Start der Mensen, kann Stadtsprecher Thomas Wahmes nicht sagen – nur soviel: „Wir bewegen uns jetzt schon an der Obergrenze“, und schließt daraus: „Das zeigt, dass das Essen angenommen wird.“ Es gebe ein enges Zeitfenster – die Pause dauere 45 Minuten, und da müsse „alles raus“.

Marcel, Jennifer und Arne haben das neue Bestellsystem bei seiner Einführung vor über zwei Jahren an der KGS Bad Münder gleich ausprobiert. Mittlerweile ist es wieder abgeschafft – zumindest vorübergehend.

Foto: Archiv/st



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