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Ein ganz besonderes Fahrgefühl – Autovergnügen mit dem Treser Club

Mit dem Oldtimer durchs Weserbergland

WESERBERGLAND. Knatternde Motoren, qualmende Auspuffe und Designs einer vergangenen Zeit: Diese Autos sind Legenden der Straße – und am Wochenende zu Gast in Hameln. Jede Menge Oldtimer haben sich am Wochenende zum 14. Mal auf eine Reise durchs Weserbergland begeben.

veröffentlicht am 05.05.2019 um 18:15 Uhr
aktualisiert am 07.05.2019 um 18:37 Uhr

Aufgereiht stehen die Oldtimer beim Start da: so auch der BMW 2500 von Treser Club-Gründer Carsten Nitzsche. Foto: mw
Maximilian Wehner

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Eine knifflige Strecke erwartet die 61 Teilnehmer, die aus ganz Deutschland angereist sind, während der Rallye des Treser Clubs. Neben 13 Treser-Fahrzeugen und 32 Oldtimern nehmen auch 16 Youngtimer teil – der älteste Youngtimer ist Baujahr 1965. Es handele sich um einen DKW F102, erzählt Treser-Club-Gründer und Vorsitzender Carsten Nitzsche. Er selbst tritt in diesem Jahr ebenfalls mit einem Oldtimer an, sein Treser-Auto hat er in der Garage gelassen. Grund dafür: Die ganze Familie fährt mit. Das Besondere an dem BMW-2500-Oldtimer sei das Fahrgefühl, sagt der Hamelner.

Aus den vielen einzigartigen Oldtimern sticht einer nochmals heraus – der von Uwe Simdorn aus Essen und Günter Henseleit aus Duisburg. Das Besondere an dem Ferrari F308: In diesem roten Flitzer hat schon „Magnum“ Tom Selleck gesessen – „er ist aus der Serie Magnum aus den 80er Jahren“, erzählt Henseleit. Es gebe nur vier Fahrzeuge, die während der Dreharbeiten zur Serie „Magnum“ verwendet wurden. Umso stolzer sei er, dass sie eines davon besitzen. Passend dazu auch die Verkleidung, die dem Fahrzeugbaujahr entsprechen sollte: Als Magnum und Higgins jagen die beiden Ruhrpottler den Ferrari durch die Kurven des Weserberglandes. Auch Walter Treser, Begründer der Treser-Autos, ist mit von der Partie: „Es macht schon Spaß, zu sehen, dass die Leute die Autos hegen und pflegen." Er sei gerne Teil dieses markenoffenen Clubs mit Schwerpunkt Treser. Auch er hat sich passend zu seinem Treser TR1 angezogen: Ein Original-Overall, mit dem er in den 80ern Rennen gefahren ist.

Um 9.30 Uhr ist es dann soweit: Das erste Auto, ein Mercedes W123, macht sich vom Stockhof in Hameln auf den Weg zur ersten Wertungsprüfung während der 198 Kilometer langen Rallye. Die Aufgabe: Zwei Runden am Busparkplatz am Stockhof fahren und dabei in der ersten Runde eine Zeit von 23 Sekunden und in der zweiten Runde eine Zeit von 20 Sekunden treffen. Von da aus geht es weiter durch Hameln in Richtung Völkerhausen. Dort steht eine Gleichmäßigkeitsprüfung an: Verlangt wird, auf einer Strecke von 2,2 Kilometern eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 km/h zu fahren.

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Mit dabei: ein Ferrari F308 aus der Fernsehserie „Magnum“. Foto: mw

Der Orientierungssinn ist in Börry gefragt: Anhand von Richtungspfeilen, die im Bordbuch angegeben sind, müssen sich die Teilnehmer einen Weg durch das Ilsetal-Dorf suchen. Der Clou: Es gibt nur eine richtige Strecke. Und dort sind sogenannte „Baumaffen“ – Zettel mit Nummern – angebracht, welche die Fahrer für den Abschluss dieser Aufgabe benötigen. So irren 61 Fahrer minutenlang durch Börry, um den korrekten Weg zu finden. Andreas Siemon, mit seinem Bitter SC von 1984 Teilnehmer aus Hohenhameln, sagt: „Die Prüfung ist anspruchsvoll, es gab aber auch schon schwierigere in den letzten Jahren.“ Ausgedacht habe sich diese Prüfung ein Rallye-Experte, verrät Axel Schulz, einer von drei Planern der Treser-Club-Rallye. Nach zwei Fotoprüfungen am Beobachtungsturm der Kiesgrube Heidbrink bei Reileifzen und im Schloss Bevern ist die erste Etappe am Wildpark Neuhaus nach 88 Kilometern zu Ende.

Bei zwischen Schnee, Regen, Hagel und Sonnenschein wechselndem Wetter startet die zweite Etappe in Richtung Schönhagen. Über die Ottensteiner Hochebene geht es zurück in die Rattenfängerstadt. Doch das nicht ohne Prüfungen: Zwischen Löwendorf und Deitlevsen müssen die Teilnehmer Fotos von Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke sortieren. Die Prüfung Nummer sieben trägt den Namen Dewezet-Prüfung. Die Aufgabe: Aus der Dewezet eine Uhrzeit heraussuchen, diese in eine Dezimalzahl umwandeln und dann ab dem Hinweisschild Amelgatzen genau diese Strecke fahren und links abbiegen. Ziel ist das Aerzener Baumhaushotel. Dort angekommen sollen die Teilnehmer herausfinden, was 1867 passiert ist. Die Lösung: Alfred Nobel erfand das Dynamit. Nach dieser Prüfung geht’s zum Ziel, dem Klüt. Ehepaar Gabriele und Uwe Kühne, seit der Gründung im Treser-Club, resümieren: „Es war eine spannende Rallye mit schönen Strecken und schwierigen Aufgaben.“



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