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Aktionskomitee will mit Informationskampagne für den 26. Mai mehr Wähler mobilisieren

Mit Argumenten für Europa

HAMELN-PYRMONT. Die Europawahl 2019 findet vom 23. bis 26. Mai in den voraussichtlich dann 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union statt. Zuletzt wurde 2014 gewählt - mit einer äußerst geringen Beteiligung (43 Prozent) im Landkreis. Ein Arbeitskomitee will deshalb die Wähler mobilisieren.

veröffentlicht am 09.01.2019 um 14:34 Uhr
aktualisiert am 09.01.2019 um 20:40 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Die Europawahl 2019 findet vom 23. bis 26. Mai in den voraussichtlich dann 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union statt; in Deutschland und Österreich sind die Bürger am 26. Mai zur neunten Direktwahl zum Europäischen Parlament aufgerufen. Seit 1979 wird das Europäische Parlament direkt von den Bürgern bestimmt. Gewählt werden 705 Abgeordnete der verschiedenen politischen Gruppierungen.

Die letzten Europawahlen fanden vor fünf Jahren, 2014, statt. Damals war die Wahlbeteiligung mit nur 43 Prozent – in Niedersachsen waren es immerhin 48 Prozent – „Blamabel“ wie es Reinhard Burdinski, Vorsitzender des Kreisverbandes Hameln der Europa-Union, jetzt bei der Gründung eines Arbeitskomitees zur Vorbereitung der bevorstehenden Europawahl formulierte. Das Komitee steht unter der Schirmherrschaft von Landrat Tjark Bartels. Auf Vorschlag der überparteilichen Europa-Union Hameln sollen im Aktionskomitee unter der Federführung des Europa-Union-Vorstandes von Vertretern aller Städte und Gemeinden gemeinsam mit Angehörigen aller öffentlich relevanten Organisationen des Landkreises Informationsmöglichkeiten für die Bürger zur Bedeutung Europas und seines Parlaments geschaffen werden. Organisiert werden soll parteipolitisch neutrale Aufklärungsarbeit.

Vornehmlich Vertreter aus Politik und Verwaltung waren jetzt im großen Sitzungssaal des Kreishauses zusammengekommen, um Strategien zu entwickeln, wie den Hameln-Pyrmontern die Bedeutung der EU für den heimischen Raum und weitere interessierende europäische Belange nahegebracht werden kann.

In seiner Begrüßung wies Landrat Bartels darauf hin, dass sich die Welt seit der letzten Europawahl mit Brexit und Krise innerhalb der EU durch nationalistische Bestrebungen in einigen Mitgliedsländern stark verändert habe. Auch in Deutschland spielt die AfD mit dem Gedanken eines Austritts Deutschlands oder eine geordnete Auflösung der Europäischen Union. Mit dem Gang zur Wahl müssten die Hameln-Pyrmonter daher jetzt ein Bekenntnis zu Europa ablegen – „unabhängig davon, wo man sein Kreuz macht“, so Bartels.

Reinhard Burdinski unterstrich, dass die EU im 20. Jahr ihres Bestehens zu 70 Prozent von der Bevölkerung akzeptiert werde, dass sich der Euro zur stabilen Währung und positiv für Deutschland entwickelt habe. Außerdem habe die EU 70 Jahre Frieden garantiert, böte ihren Angehörigen volle Freizügigkeit und dem Handel freien Warenaustausch. Nicht zu vergessen seien die EU-Förderungen, von denen auch die Landkreis-Kommunen und die Landwirtschaft profitiere, so Burdinski.

Diese Vorteile der EU will die Europa-Union jetzt vor der Wahl der Bevölkerung nahebringen und so zur Stimmabgabe animieren. Dazu will man Vereinen, Bürgerversammlungen, Schulen und Medien Referate und Beiträge anbieten. Das erste Arbeitstreffen des Aktionskomitees soll bereits am Dienstag, 15. Januar, im Kreishaus stattfinden, um die konkreten Inhalte der Informationskampagne zu entwickeln.



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