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Polizei kontrolliert Autofahrer, um Verkehrssicherheit zu steigern / Überhöhte Geschwindigkeit häufigste Unfallursache

Mit 179 Sachen über die Bundesstraße geheizt

Hameln (red). Überhöhte Geschwindigkeit ist das eine, fast doppelt so schnell wie erlaubt, das andere – mit 79 Stundenkilometern schneller als erlaubt wurde ein 39-jähriger Raser aus Bad Pyrmont auf der B 83 von Hameln in Richtung Hessisch Oldendorf von der Polizei erwischt. Im Rahmen der vom Niedersächsischen Innenministerium initiierten Verkehrssicherheitsinitiative 2020 führten Einsatzbeamte der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden am vergangenen Dienstag Geschwindigkeitskontrollen auf den heimischen Straßen durch.

veröffentlicht am 23.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 04:21 Uhr

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Mit der sogenannten „Laserpistole“ wurde an zehn verschiedenen Messstellen auf den Landstraßen die Geschwindigkeit von rund 800 Autofahrern überprüft. 80 Verstöße gegen die zulässige Höchstgeschwindigkeit wurden bei den Kontrollen festgestellt. Die Hälfte der Verkehrssünder fuhr 21 oder etwas mehr Stundenkilometer zu schnell. Ein Raser aus Bad Pyrmont fuhr auf der B 83 von Hameln aus in Richtung Hessisch Oldendorf mit 179 Kilometer pro Stunde (79 über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 Kilometer pro Stunde). Der Honda-Fahrer muss nun mit einem Fahrverbot von drei Monaten, vier Punkten in Flensburg und einem Bußgeld von 600 Euro plus Bearbeitungsgebühr rechnen.

Der Hintergrund der Kontrollaktion auf den Landstraßen liegt in der Unfallstatistik der Polizei. Diese zeigt, dass die häufigste Unfallursache bei den Unfällen mit schweren Folgen überhöhte Geschwindigkeit ist. Nach Aussage der Polizei zeige die Unfallhäufigkeit, dass das Rasen beispielsweise auf den Streckenabschnitten auf der Bundesstraße 1 zwischen Afferde und Coppenbrügge, auf der Bundesstraße 83 zwischen Emmerthal und Hameln oder auf der Landesstraße 430 im Bereich des Hagener Berges besonders gefährlich sei.

Damit die Inspektion das von der Verkehrssicherheitsinitiative vorgegebene Ziel erreicht, die Unfallzahlen bis zum Jahr 2020 um ein Drittel zu senken, führt die Polizei verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durch. Zudem vernetzt sie sich in der Verkehrssicherheitsarbeit noch stärker mit anderen Einrichtungen und Organisationen, wie zum Beispiel der Verkehrswacht, den Landkreisen und Kommunen, und klärt die Verkehrsteilnehmer verstärkt über Hintergründe der Kontrollaktionen auf.

Die Verkehrsteilnehmer sollten sich bei jeder Fahrt bewusst darüber sein, welches die Unfallhäufungsstellen und -ursachen auf den Landstraßen im Landkreis seien. Mit dem Wissen im Hinterkopf solle jeder Verkehrsteilnehmer die eigene Geschwindigkeit senken, um dadurch die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, so die Hoffnung der Polizei.

Ungeachtet der neuen Messungen lassen die Ergebnisse der kürzlich durchgeführten Geschwindigkeitsmessungen auf der Klütstraße weiter auf sich warten.

Die Polizei kontrolliert jetzt verstärkt auf Landstraßen, wie hier bei Wehrbergen.

Foto: Wal

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