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Wasserschutzpolizei überprüft

Mit 150 PS auf dem Steinhuder Meer

WESERBERGLAND. Gerade laufen die beiden Polizeikommissare Christian Mathis und Sabrina Rivera y Mirkes mit ihrem Boot den Steg am Steinhuder Fischerweg an. Seit mehreren Stunden sind sie auf dem See unterwegs, es war bislang ein ruhiger Tag. Doch es kann auch ganz anders laufen.

veröffentlicht am 11.08.2017 um 16:26 Uhr

Sie sind für die Überwachung des Steinhuder Meeres zuständig: Christian Mathis und Sabrina Rivera y Mirkes auf ihrem Motorboot. FOTO: ANO

Autor:

ANDREAS OHLER
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Die Wasserschutzpolizei nimmt eine wichtige Rolle ein. Eine große Anzahl von Aufgaben auf Niedersachsens größtem Binnengewässer fallen in ihren Aufgabenbereich. Das Tätigkeitsfeld der Wasserschutzpolizei sei vielfältig, sagt Christian Mathis, Sachbearbeiter und Ansprechpartner für das Steinhuder Meer. „Wir überprüfen Befähigungsnachweise, bestimmte Bootsarten, Surfer und Segler ab einer bestimmten Größe.“

Die Kontrollen erfolgen anhand der Dümmer- und Steinhuder-Meer-Verordnung. Der Dümmer ist ein See in der Nähe von Osnabrück, auf dem die Wasserschutzpolizeistation Nienburg zuständig ist. Die in Hannover ansässige Dienststelle umfasst 15 Beamte, die in wechselnden Besetzungen, in der Regel zu zweit, auf dem See Streife fahren. Bei dem eingesetzten Boot handelt es sich um ein Exemplar mit Alurumpf und einem 150 PS starken Außenbordmotor. Neben dem Steinhuder Meer ist die Behörde auch für den Mittellandkanal zuständig.

Das Steinhuder Meer erstreckt sich über eine Fläche von ungefähr 30 Quadratkilometern. Kein einfach zu überwachender Bereich. Der Blick der Beamten muss bei der Arbeit auch auf die Einhaltung einzelner Gebiete innerhalb des Areales gehen. So haben Gruppen wie Kiter oder Reusenfischer alle ihre jeweils eigenen Bereiche, innerhalb derer sie sich bewegen.

Auf dem See gilt es, zahlreiche Vorschriften zu beachten. So dürfen auf dem Gewässer normalerweise nur Fahrzeuge ohne Verbrennungsmotor unterwegs sein. Ausnahmen bilden unter anderem Gefährte der Polizei sowie von Rettungsdiensten und der Wettfahrvereinigung Steinhuder Meer, welche zur Begleitung des Segelsports den See befahren dürfen.

Die Wasserschutzpolizei fährt regelmäßig Streife auf dem See, rückt aber auch anhand von Hinweisen aus der Bevölkerung aus. Ihren Liegeplatz hat die Wasserschutzpolizei auf dem Gelände des Hannoverschen Yachtclubs am Steinhuder Fischerweg gemietet. Von dort wird ausgerückt, um das Gewässer zu überwachen.

Eine Stunde nach Sonnenuntergang bis eine Stunde vor Sonnenaufgang ist das Befahren von Niedersachsens größtem Binnensee verboten. Auch die Einhaltung dieser Vorschrift wird von der Wasserschutzpolizei kontrolliert.

Wenn in der Wintersaison Eisgang herrscht, sind die Beamten ebenfalls auf dem Gewässer tätig und überwachen die Einhaltung der Vorschriften im Hinblick auf das Eissegeln.

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