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Wärmster 31. Dezember seit Beginn der Messungen

Mildes Wetter bleibt: Kaum noch Chancen für den Winter

WESERBERGLAND. Nach der guten Witterungsregel – „ist bis Dreikönigstag (6. Januar) kein Winter, so kommt auch kein richtiger mehr dahinter“ – sieht es für den Winter weiterhin schlecht aus. Denn sind der Dezember und die Tage bis zum 6. Januar insgesamt wärmer als im vieljährigen Durchschnitt, wird der Januar in 70 Prozent und der Februar in 60 Prozent aller Fälle ebenfalls zu warm.

veröffentlicht am 04.01.2018 um 16:13 Uhr

Auch der Januar hat wenig winterlich begonnen: Sturm „Burglind“ über Grohnde. Foto: Rolf Sander.
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Reinhard Zakrzewski Reporter

Diese Regel hat sich in den vielen milden Wintern seit Anfang der 1990er Jahre immer wieder bestätigt und zu einer handfesten Prognose gemausert. Einzelne, meist aber nur kurze Kaltlufteinbrüche, sind dabei nicht ausgeschlossen. Ein solcher steht uns ab dem Wochenende tatsächlich bevor. Denn mit der Bildung eines Hochs über Skandinavien wird der Atlantikluft der Weg nach Norddeutschland abgeschnitten. Stattdessen fließt aus Osteuropa bodennah mäßig kalte Luft ein.

Von Sonntag bis voraussichtlich Freitag wechseln sich dichte Wolken, Nebel, Hochnebel und Sonne ab. Während der Sonntag mit Werten von plus 2 bis minus 1 Grad wohl der kälteste und trübste Tag der Woche in unserer Weserregion ist, kann sich die Sonne im Verlauf zumindest zeitweise durchsetzen. Die Höchsttemperaturen erreichen unter der Woche plus 3 bis 4 Grad, die Nachtwerte um den Gefrierpunkt. Schneeflocken sind eher nicht in Sicht, dafür – nach aktuellem Stand – zum übernächsten Wochenende schon wieder leichte Milderung.

Wie in den Vormonaten hatten wir es auch im Dezember mit einer fast ununterbrochenen Kette von Wolken- und Niederschlagsgebieten zu tun. Dabei schwenkte die milde atlantische Westströmung wiederholt auf die nasskalte Nordwestrichtung um, sodass die Niederschläge dann vor allem in der Nacht als Schneeregen oder Schnee fielen und sich an einzelnen Tagen eine Schneedecke bilden konnte (Hameln, Maximum drei Zentimeter/3. und 11 Dezember). Pünktlich zum Fest rauschte das ungeliebte Weihnachtstauwetter heran.

Nach kurzer Abkühlung zwischen den Jahren drehte die Warmluftdüse zum Jahreswechsel richtig auf. So erlebten wir den mit Abstand wärmsten 31. Dezember seit Beginn der Messungen.

Dabei wurde die 10-Grad-Marke an einem Silvestertag örtlich das erste Mal überhaupt geknackt und die alten Bestmarken gleich um drei Grad getoppt (Hameln aktuell 13,5 Grad; bisher 10,6 Grad/2012).

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