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Staatsanwaltschaft wirft Angeklagten gefährliche Körperverletzung und Drogengeschäfte vor

Messerstecherei bei Kauf von Marihuana

Rinteln. Am späten Nachmittag des 6. Januar wurden zwei 22-jährige Männer aus dem Raum Rinteln und Hessisch Oldendorf durch Messerstiche in der Nähe des Bahnhofs Rinteln zum Teil schwer verletzt. Sie wollten angeblich von einem damals 14-jährigen aus dem Landkreis Schaumburg Marihuana kaufen, aber nicht bezahlen. Der Anbieter soll daraufhin ein Messer gezogen und zugestochen haben. Nach fast einem Jahr Ermittlung und Bewertung erhebt die Staatsanwaltschaft Bückeburg jetzt Anklage bei der Großen Jugendstrafkammer des Landgerichts in Bückeburg. Die Polizei in Rinteln war damals vom Krankenhaus verständigt worden, in das die beiden jungen Männer von Bekannten gebracht worden waren. Bei einem von ihnen musste eine Notoperation vorgenommen werden. Bei den Ermittlungen wie der Tatortaufnahme hat die Feuerwehr Rinteln die Polizei unterstützt. Die Tatwaffe wurde allerdings bis heute nicht gefunden.

veröffentlicht am 16.12.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 08:21 Uhr

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Autor:

Dietrich lange
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Der beschuldigte 14-Jährige ist aufgrund von Zeugenaussagen zeitnah ermittelt und vorläufig festgenommen worden. Im Moment sind alle Beteiligten ohne Auflagen auf freiem Fuß. Flucht- und Verdunkelungsgefahr wird nicht gesehen.

Oberstaatsanwalt André Lüth schildert den inzwischen ermittelten Tathergang so: „Zwei 14-Jährige aus dem Landkreis wollten am Bahnhof mindestens 49,2 Gramm Marihuana verkaufen. Die beiden jungen Männer als Kunden hatten aber nicht vor, zu bezahlen. Bei der Übergabe der Drogen in der Nähe des Bahnhofs wurde so ungestört Gewalt gegen den 14-jährigen Dealer eingesetzt. Dieser wehrte sich mit dem Messer und stach zu.“ Da er bedroht wurde, geht die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage nur von gefährlicher Körperverletzung, nicht jedoch von Tötungsabsicht aus. Die beiden damals 14-Jährigen wie auch die seinerzeit 22-Jährigen werden außerdem der Verwicklung in Drogengeschäfte angeklagt, mal wegen der Beschaffungsabsicht, mal wegen des Verkaufs. Die Käufer müssen sich laut Anklage zudem wegen gemeinschaftlichen Raubes und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Lüth erklärt: „Insgesamt fünf Angeklagte haben wir, und alle können inzwischen auf Verteidiger zurückgreifen. Ob und wann das Landgericht ein Verfahren eröffnet, bleibt abzuwarten, aber sicher nicht mehr in diesem Jahr.“ Woher die beiden 14-Jährigen das Marihuana hatten, ist Gegenstand eines anderen Ermittlungsverfahrens, das die Staatsanwaltschaft in Detmold führt. Der Vater des 14-Jährigen mit dem Messer steht im Verdacht, das Marihuana beschafft zu haben, der Sohn habe es ihm vermutlich gestohlen.



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