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Kreisjägerschaft spricht von stabilem Hasenbestand / Im Einsatz für wildtierfreundliche Lebensräume

Meister Lampe fühlt sich wohl in der Region

Weserbergland (red). Ostern steht vor der Tür – und während alle Welt dann nach Ostereiern sucht, rückt die Jägerschaft des Landkreises Hameln-Pyrmont den Osterhasen in den Vordergrund: Durchschnittlich etwa elf Feldhasen pro Quadratkilometer tummelten sich im Frühjahr 2009 auf den Äckern und Feldern in der Region. Diese Zahl gab Jürgen Ziegler, Vorsitzender der Jägerschaft des Landkreises Hameln-Pyrmont, vor den Feiertagen bekannt.

veröffentlicht am 02.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:21 Uhr

Der Feldhase ist von Natur aus dämmerungsaktiv. Laut Jägerschaft
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„Die stabilen Besatzzahlen sind Resultat des Engagements der Jägerinnen und Jäger hier vor Ort, die Kulturlandschaft hasen- und damit wildtierfreundlich zu gestalten“, so Ziegler. Dieser Einsatz ist zunehmend wichtiger, da die Lebensräume für Niederwildarten wie den Feldhasen, durch den Wandel in der Kulturlandschaft immer weniger werden. Neben der Biotoppflege haben aber auch Witterungsverhältnisse und das Auftreten natürlicher Fressfeinde Einfluss auf die Populationsentwicklung.

Der Feldhase ist von Natur aus dämmerungsaktiv, das heißt, er verbringt die meiste Zeit des Tages in der Deckung. Jetzt aber, wenn die Paarungszeit ihrem Höhepunkt entgegengeht, sind sie vielerorts auch am helllichten Tag gut zu beobachten. Ihr Paarungsverhalten ist außergewöhnlich – es kommt zu regelrechten „Hochzeitstänzen“: Wirken die Drohgebärden der noch paarungsunwilligen Häsin nicht, kommt es zu dem typischen Aufrichten auf die Hinterläufe und dem trommelnden Schlagen mit den Vorderläufen, gefolgt von einer Art „Lockflucht“ in der sich Imponieren, Drohen, Überspringen und Körperkontakt abwechseln. Allein die Häsin bestimmt den Zeitpunkt der Paarung. Die Fortpflanzungszeit dauert beim Feldhasen von Januar bis Oktober. Während dieser Zeit bringt die Häsin, nach einer Tragzeit von 42 bis 44 Tagen, drei bis viermal durchschnittlich zwei bis vier Junghasen zur Welt, die sie nur zum Säugen aufsucht. Im Unterschied zum Nachwuchs beim Wildkaninchen, der nackt und blind im Bau geboren wird, werden Junghasen behaart und sehend auf dem Feld geboren.

Ihre Tarnfarbe, der geringe Eigengeruch und der natürliche Instinkt, sich bei Gefahr zu ducken, schützen den Nachwuchs einigermaßen sicher vor Fressfeinden.

Die Daten zum Feldhasenbesatz fußen auf Bestandeinschätzungen im Rahmen der flächendeckenden Wildtiererfassung (WTE), die die niedersächsischen Jäger jährlich durchführen und beziehen sich auf die bejagbare Fläche im Landkreis, wie es in der Mitteilung weiter heißt.

Der Feldhase ist von Natur aus dämmerungsaktiv. Laut Jägerschaft leben durchschnittlich elf Hasen pro Quadratmeter auf den Feldern und Äckern des Weserberglandes.



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