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Zweiter interreligiöser Dialog auf Landkreisebene / „Zeichen gegen das Auseinanderdriften der Gesellschaft setzen“

Mehr Toleranz durch bessere Vernetzung

Hameln-Pyrmont. Mit einer Vernetzung der verschiedenen im Landkreis Hameln-Pyrmont lebenden Religionsgemeinschaften und einer verstärkten Kommunikation soll das Verständnis füreinander und die gegenseitige Toleranz in Zukunft deutlich verbessert werden. Das ist das Ergebnis des zweiten interreligiösen Dialogs mit Migrantinnen und Migranten auf Landkreisebene, zu dem Landrat Tjark Bartels ins Kreishaus eingeladen hatte. Erstmals hatte der interreligiöse Dialog am 21. Oktober stattgefunden. Damals war vereinbart worden, auf der nächsten Plenarsitzung vier Arbeitsgruppen zu bilden, um sich intensiver mit den folgenden Themen zu befassen:

veröffentlicht am 29.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 06:21 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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Förderung eines Dialogs der Kulturen;

Auflistung der im Landkreis vorhandenen Angebote zur Sprachförderung;

Raumfragen – „Wo kann ich meine Religion leben?“ sowie

Förderung des interreligiösen Dialogs.

Der Einladung folgten mehr als 40 Repräsentanten der unterschiedlichsten Institutionen vom Alevitischen Kulturverein bis zur buddhistischen vietnamesischen Frauengruppe und zum Yezidischen Zentrum im Ausland, die jüdischen Gemeinden, Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche, die Moscheen, evangelische ebenso wie die katholischen Gemeinden, fast alle Parteien und Vertreter des Migrationsrates. Mit der Vernetzung der Religionsgemeinschaften und ihrer Organisationen will Bartels vor allem ein „Zeichen gegen das Auseinanderdriften der Gesellschaft setzen“. Spürbar sei dabei aber auch, „dass es den Menschen sehr wichtig ist, ihr religiöses Leben bei allen Unterschieden in Gemeinsamkeit zu praktizieren“. Viele in den Religionen vertretene Grundwerte seien allen gemeinsam.

In den vier Arbeitsgruppen, für deren Arbeit allerdings nur eine halbe Stunde eingeplant war, wurde übereinstimmend festgestellt, dass diese Form der gemeinsamen Arbeit noch weiterer Vertiefung bedarf. Insbesondere für die gemeinsame Kommunikation stellte Manfred Klostermann als Mitglied des Vorbereitungsteams fest, „dass erst eine gemeinsame sprachliche Basis geschaffen werden muss, um sich wirklich inhaltlich zu verständigen“.

Eine erste Sichtung der in den Arbeitsgruppen gesammelten Aspekte zeigte beispielsweise bei der Raumfrage, dass hier Lösungen erarbeitet werden müssen, die auch eine gemeinsame Nutzung durch verschiedene Religionsgruppen ermöglichen sollten, um die finanziellen Belastungen so gering wie möglich zu halten.

Einfacher ist der ganz persönliche Dialog zu verwirklichen: Nach dem nächsten Treffen am 11. März wird es auf Einladung des Landrats im Kreishaus ein gemeinsames Abendessen geben. Für Schulen, die ihre Klassen über fremde Religionsgemeinschaften informieren lassen wollen, bietet Dr. Feyzullah Gökdemir von der landkreiseigenen Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe an, die dafür erforderlichen Kontakte herzustellen.



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