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Zahlen der Öffi-Reform und Kooperationsvertrag zwischen Stadt und Kreis im Finanzausschuss vorgestellt

Mehr Fahrgäste und Bürogemeinschaft

HAMELN-PYRMONT. Die 2017 angeschobene Tarifreform und die Fahrplanerweiterung für den ÖPNV im Landkreis Hameln-Pyrmont hat im abgelaufenen Jahr 2017 bereits zu vorzeigbaren Steigerungen bei den Fahrgastzahlen geführt. Im Fachausschuss wurde jetzt erstmals bilanziert, was die ÖPNV-Reform im Landkreis gebracht und was sie gekostet hat.

veröffentlicht am 04.09.2018 um 17:31 Uhr
aktualisiert am 04.09.2018 um 18:10 Uhr

Für die Busse der Verkehrsgesellschaft Hameln-Pyrmont wurden im Rahmen der Öffi-Reform auch die Zahl der Fahrten erhöht. Fotos: dana
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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Um das Busfahren attraktiver zu machen, wurden bei der 2016 beschlossenen Reform in einem Zug zum einen die Fahrpreise abgesenkt und das Tarifsystem vereinfacht, zum anderen aber auch das Leistungsangebot, also die Fahrtenanzahl, erhöht. Im Vergleich mit dem Zeitraum 2016/2017 wurden neben Linienerträgen und Mehrkosten auch die Fahrgastzahlen sowie die Anzahl der verkauften Tickets untersucht.

Generell konnte die Anzahl der Fahrgastbewegungen um rund 18 Prozent gesteigert werden. Auf Basis vertrieblicher Analysen entwickelten sich die Fahrgastfahrten von 7,8 (2016) auf 9,1 Millionen (2017). Für 2018 wird mit der Überschreitung der 10-Millionen-Grenze gerechnet.

Aus der nicht repräsentativen Befragung der Fahrgäste ergab sich zudem, dass 18 Prozent der Befragten sich als echte ÖPNV-Neukunden bezeichneten. 43 Prozent der Altkunden gaben an, die Öffis häufiger oder sehr viel häufiger zu nutzen.

Sitz der Bürogemeinschaft ist die Albert-Schweitzer-Schule.
  • Sitz der Bürogemeinschaft ist die Albert-Schweitzer-Schule.

Die eingeplanten Linienerträge verfehlten den Plan dennoch um zusätzliche 183 000 Euro. Demzufolge betrugen die tariflichen Mindereinnahmen nicht 2,80 Millionen Euro, sondern 2,98 Millionen Euro. Die günstigen Monatskarten entwickelten sich überproportional gut, während beispielsweise die Mehrfachfahrkarten sehr stark zurückgingen. Viele dieser Nutzer schwenkten auf die Monatskarte um.

18 Prozent. Um diesen Wert konnten die Fahrgastzahlen 2017 in etwa gesteigert werden

Die Ausgleichsleistungen des Landkreises an die Verkehrsgesellschaft Hameln-Pyrmont betrug im Jahr 2017 ohne das Gebiet der Stadt Bad Pyrmont 8,37 Millionen Euro. War 2016 noch von geschätzten Mehrkosten durch die Reform noch von rund drei Millionen Euro ausgegangen worden, so lag die tatsächliche Steigerung nur bei rund zwei Millionen. Ein Ergebnis, dass von der Mehrheitsgruppe als Erfolg gefeiert wird.

Bereits seit dem 1. Mai 2016 arbeiten die Rechnungsprüfungsämter des Landkreises Hameln-Pyrmont und der Stadt Hameln in einer Bürogemeinschaft an einem gemeinsamen Standort auf dem kreiseigenen Grundstück der Albert-Schweitzer-Schule in Hameln zusammen. Beide Partner hatten eine rund zweijährige Probephase vereinbart. Diese verlief erfolgreich: In gemeinsam geführten Gesprächen zwischen der Stadt Hameln und dem Landkreis Hameln-Pyrmont hat sich mittlerweile herausgestellt, dass beide Partner mit der derzeitigen Form der Zusammenarbeit sehr zufrieden sind und diese grundsätzlich in bisheriger Form fortführen wollen.

Der Finanzausschuss des Kreises stimmte in seiner gestrigen Sitzung einstimmig der Fortsetzung der interkommunalen Zusammenarbeit mit dem Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Vertrages zu, der auf unbestimmte Zeit geschlossen wird. Damit können die Synergie-Effekte dieser Zusammenarbeit auch zukünftig genutzt werden: Die Mitarbeiter des Hameln-Pyrmonter und des Hamelner Rechnungsprüfungsamtes sind künftig befugt, Prüfungsaufgaben für den jeweils anderen Partner durchzuführen. Im Rahmen der Bildung der Bürogemeinschaft konnte aufseiten des Landkreises bereits eine Stelle eingespart werden. Weitere Personal-Einsparungen werden nicht erwartet.

Mit der Zustimmung des Finanzausschusses des Kreises könnte der Kooperationsvertrag zum 1. Januar kommenden Jahres in Kraft treten. Der öffentlich-rechtliche Vertrag kann im Einvernehmen der Beteiligten jederzeit durch schriftliche Vereinbarung aufgelöst oder geändert beziehungsweise durch jeden Beteiligten mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende eines Kalenderjahres schriftlich gekündigt werden.

Information

Aus zwei mach eins

Bereits seit dem 1. Mai 2016 arbeiten die Rechnungsprüfungsämter des Landkreises Hameln-Pyrmont und der Stadt Hameln in einer Bürogemeinschaft an einem gemeinsamen Standort auf dem kreiseigenen Grundstück der Albert-Schweitzer-Schule in Hameln zusammen. Beide Partner hatten eine rund zweijährige Probephase vereinbart. Diese verlief erfolgreich: In gemeinsam geführten Gesprächen zwischen der Stadt Hameln und dem Landkreis Hameln-Pyrmont hat sich mittlerweile herausgestellt, dass beide Partner mit der derzeitigen Form der Zusammenarbeit sehr zufrieden sind und diese grundsätzlich in bisheriger Form fortführen wollen.

Der Finanzausschuss des Kreises stimmte in seiner gestrigen Sitzung einstimmig der Fortsetzung der interkommunalen Zusammenarbeit mit dem Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Vertrages zu, der auf unbestimmte Zeit geschlossen wird. Damit können die Synergie-Effekte dieser Zusammenarbeit auch zukünftig genutzt werden: Die Mitarbeiter des Hameln-Pyrmonter und des Hamelner Rechnungsprüfungsamtes sind künftig befugt, Prüfungsaufgaben für den jeweils anderen Partner durchzuführen. Im Rahmen der Bildung der Bürogemeinschaft konnte aufseiten des Landkreises bereits eine Stelle eingespart werden. Weitere Personal-Einsparungen werden nicht erwartet.

Mit der Zustimmung des Finanzausschusses des Kreises könnte der Kooperationsvertrag zum 1. Januar kommenden Jahres in Kraft treten. Der öffentlich-rechtliche Vertrag kann im Einvernehmen der Beteiligten jederzeit durch schriftliche Vereinbarung aufgelöst oder geändert beziehungsweise durch jeden Beteiligten mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende eines Kalenderjahres schriftlich gekündigt werden.



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