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Ungewöhnlicher Service

Mega-Stau: Autofahrer lassen sich Pizza auf Autobahn liefern

LAUENAU/BAD PYRMONT. Sechs Stunden lang standen viele Autofahrer am Donnerstagabend auf der A 2 nach dem schweren Unfall bei Lauenau im Stau. Da kann schon mal Hunger aufkommen. Einige der Wartenden bestellten daher kurzerhand Pizza – und ließen das Essen mitten in den Stau liefern.

veröffentlicht am 28.04.2017 um 19:52 Uhr
aktualisiert am 28.04.2017 um 21:20 Uhr

Pizzabäcker Nils Andre überreicht die Bestellung an Bernd Gornick. Foto: Klövener

Autor:

Elisabeth Woldt
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Was tun, wenn der Hunger kommt und man gerade mit in einem Stau steht, in dem sich seit Stunden nichts bewegt? Das fragten sich wohl viele der zahlreichen Autofahrer am Donnerstagabend auf der A 2, die nach einem schweren Unfall bei Lauenau teilweise sechs Stunden lang ausharren mussten. Da sind Magenknurren und Durst programmiert, denn kaum einer ist wohl auf so eine lange Wartezeit mit einem großen Verpflegungspaket vorbereitet. Einem Autofahrer aus Bad Pyrmont kam in dieser Situation eine besondere Idee: Kurzerhand rief Bernd Gornick den Pizzaservice an und machte mit dem Entschluss viele seine Mitwartenden sehr glücklich.

„Eigentlich wollte ich zu dem Zeitpunkt schon zu Hause sein“, sagt Klaus Klövener, der am Donnerstagabend in Richtung Lüneburg unterwegs war, ebenfalls in dem Stau stand und die ungewöhnliche Geschichte am Freitag unserer Zeitung erzählte. „Man ist ja nicht darauf vorbereitet, dass man sechs Stunden im Stau stehen muss“, berichtet der Autofahrer, bei dem am Abend dann auch langsam der Hunger aufkam. Um sich die Zeit zu vertreiben, unterhielt er sich mit seinen Leidensgenossen – und traf so auch Bernd Gornick, der ihm von seinem Einfall erzählte. Klövener war sofort begeistert.

Kurzerhand suchte Gornick daraufhin im Internet nach einem Pizzaservice, stieß auf das Restaurant Taormina in Auetal und rief an. Der Mitarbeiter dort ließ sich schnell auf den ungewöhnlichen Lieferort ein. „Glücklicherweise standen wir direkt auf einer Brücke“, berichtet Klövener. Dadurch habe man die A 2 von der Seite aus erreichen können.

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Gornick sammelte im Umkreis bei den anderen Autos Bestellungen ein und orderte 13 Pizzen sowie Softdrinks. Knapp eine Stunde später traf der Pizza-Bote an der Brücke ein und übergab die Pizzen den Wartenden. Da kam dann auch langsam Bewegung in den Verkehr. „Mein letztes Pizzastück habe ich schon am Lenkrad gegessen“, erzählt Klaus Klövener. Eine Spur wurde wieder freigegeben. „Gegen 22 Uhr wurden wir an der Unfallstelle vorbeigeleitet.“

Schule machen kann die Idee wohl trotzdem nicht. Nur selten haben Autofahrer schließlich das Glück, ausgerechnet auf einer so gut erreichbaren Brücke im Stau stecken zu bleiben.

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