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Gewerkschaft fordert Lohnerhöhung

Maler haben die Nase gestrichen voll

Hameln-Pyrmont. Maler sollen mehr Geld einstreichen: Für die Maler und Lackierer im Kreis Hameln-Pyrmont sei eine „kräftige Lohnerhöhung“ überfällig. Das fordert die IG Bau Niedersachsen-Mitte. Die Maler-Gewerkschaft verweist dabei auf das niedrige Lohnniveau der Branche: „Auf dem Bau gehören die Maler zum Lohn-Schlusslicht. Sie verdienen in der Stunde knapp 2,90 Euro weniger als etwa ein Maurer. Am Ende des Tages geht ein Malergeselle so mit gut 23 Euro weniger in der Tasche nach Hause als sein Kollege, der auf der gleichen Baustelle gearbeitet hat. Dabei sind beide qualifizierte Facharbeiter. Und beide machen einen harten Job“, sagt Hinrich Witte.

veröffentlicht am 28.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 01:41 Uhr

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Der Bezirksvorsitzende der IG Bau Niedersachsen-Mitte wirft den Arbeitgebern vor, ausgebildete Maler „als Billigheimer auf den Bau zu schicken“. Gleichzeitig schalteten sie bei den laufenden Tarifverhandlungen auf stur: „Erst lassen die Arbeitgeber die Verhandlungen platzen. Jetzt haben sie ein neues Treffen im Dezember kurzerhand abgesagt“, so Witte. Die Arbeitgeberseite versuche offensichtlich, auf Zeit zu spielen.

Grund seien „hausgemachte Streitigkeiten im Arbeitgeberlager“. Viele Malerchefs hätten noch nicht verstanden, dass es bereits „Spitz auf Knopf“ um das Maler- und Lackiererhandwerk stehe. „Der Fachkräftemangel auf dem Bau hat bei den Malern längst die Dimension eines Fachkräftelochs erreicht. Denn Malergesellen haben seit langem die Nase gestrichen voll, wenn es um ihre Bezahlung geht“, so der IG-Bau-Bezirksvorsitzende. Viele hätten dem gelernten Handwerk deshalb schon den Rücken gekehrt.

Verwundern dürfe dies jedoch nicht: „Denn wer bei den Tarifverhandlungen ein Angebot auf den Tisch legt, das für das kommende Jahr eine mickrige Lohnanhebung von nicht einmal einem Prozent bedeutet und damit von jeder Inflation geschluckt wird, der meint es nicht ernst“, sagt Witte.



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