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„Genug schlechte Straßen – zu wenig Geld“: Emmerthals Ortsräte erstellen Prioritätenliste

Löcher in den Kassen, Löcher im Asphalt

Emmerthal. Das Problem ist seit Jahren bekannt: Eigentlich müsste die Gemeinde Emmerthal jährlich rund 500 000 Euro investieren, um ihr 115 Kilometer langes Straßennetz instand zu halten. Dies rechnete den Emmerthaler Politikern und der Verwaltung vor drei Jahren ein Fachbüro vor – Gehwege sind in der Rechnung noch nicht enthalten. Und dennoch sind die Mandatsträger der vier Ortsräte im Gemeindegebiet schon zufrieden, dass im Haushalt für dieses Jahr 200 000 Euro eingeplant sind, um Gehwege und Straßen in ganz Emmerthal zu erneuern. In diesem Monat noch wollen sie darüber mit der Verwaltung beraten, wie die Prioritäten zu setzen sind.

veröffentlicht am 11.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 12:21 Uhr

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Autor:

Uwe Bosselmann Und Christian Branahl
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Mit diesem Thema befassten sich jüngst die Ortsräte Emmerthal und Amelgatzen. Für den Kernort mit Voremberg, Völkerhausen und Ohr standen allein rund zehn Gemeindestraßen auf der Liste, bei denen der Zustand als schlecht oder mäßig eingeschätzt wird. Weitgehendes Einvernehmen stellten die Ortsratsmitglieder her, als sie bei einer Begehung über die Dringlichkeit berieten, wie Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer berichtet. Ganz oben stehen für die Gremiumsmitglieder nun die Industriestraße in Emmern und ein Teilbereich der Basbergstraße in Ohr auf der Liste, gefolgt von der Straße An der Mühle in Emmern, wo sich die Zufahrt zu den Gewerbebetrieben befindet. In Kategorie drei fallen die Berliner Straße und Am Bahnhof in Kirchohsen. Außerdem benannten die Kommunalpolitiker Gehwege aus den Ortsteilen. Hierbei ganz weit vorne auf der Dringlichkeitsliste: Teilbereiche der Bäckerstraße, Friedensburgstraße und Sültstraße.

Dass es immer wieder Beschwerden aus der Einwohnerschaft gibt, ist bekannt. Im Ortsrat Amelgatzen ging es erneut um die Gellerser Straße, die als Dauerbrenner gilt. Ein Einwohner monierte, dass sie in einem Teilbereich Löcher aufweise. Erster Gemeinderat Elmar Günzel verwies grundsätzlich auf den knappen Haushalt, der für Gemeindestraßen nur ein Zehntel des für Sanierungen eigentlich notwendigen Betrages beinhalte. „So müssen wir entscheiden, wo was am nötigsten ist“, sagte Günzel. Eine Prioritätenliste ist auch in der Ortschaft Amelgatzen erstellt worden. Wie Ortsbürgermeister Klaus Hinke deutlich macht, stehen besonders die Treppe und der Fußweg vom Küsterhaus zur Bushaltestelle in Hämelschenburg ganz oben auf der Agenda, in Amelgatzen ein Teilbereich der Gellerser Straße. An zweiter Stelle folgen in Hämelschenburg der Gehweg entlang der Bushaltebucht Schloss und die Treppe zwischen Bushaltebucht Schloss und Hamelscher Weg sowie der Fußweg Steiniger Weg bis Bushaltebucht Schloss. In Amelgatzen kommt die Straße Am Hauben in die zweite Kategorie, ebenso der Tannenweg und der Rest vom Landert in Welsede.

Den Ortsrat Börry beschäftigte zuletzt erneut der schlechte Zustand der Landesstraßen 424 und 425. Ortsbürgermeister Rolf Keller hatte zu der Sitzung sogar den Hamelner Geschäftsbereichsleiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Markus Brockmann, geladen. Deswegen fielen die Nachrichten allerdings nicht weniger schlecht aus: Natürlich habe seine Behörde die beiden Landesstraßen im Blick, besonders die L 425 von Börry über Bessinghausen in Richtung Lauenstein, sagte Brockmann. Aber: „Es gibt genug schlechte Straßen – und zu wenig Geld.“ Zwar hätten in den vergangenen beiden Jahren nach eher mauen Zeiten etwas mehr Gelder zur Verfügung gestanden, nun müsse jedoch abgewartet werden, wie die neue Landesregierung sich zu diesem Thema positioniere.



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