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Schäden an der Decke des Rundbaus festgestellt – Gutachter soll Kosten schätzen

Löcher im Kreishaus

HAMELN. Ist das vor zehn Jahren erbaute Kreishaus bereits marode? Seit einigen Tagen steht ein Bauzaun vor dem Rundbau des Gebäudes und zieht die Blicke der Spaziergänger auf sich. Der Grund: Es wurden Schäden an der Decke des Überhangs festgestellt. Wie viel die Sanierung kosten wird, steht noch nicht fest.

veröffentlicht am 07.06.2016 um 18:20 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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Autor:

Andreas Timphaus
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Das Kreishaus bröckelt: Mancher Besucher und Spaziergänger mag sich schon gewundert haben, warum seit einigen Tagen vor dem Überhang des Gebäudes an der geschwungenen Fassade ein großer Bauzaun steht. Der Grund: Es wurden Schäden festgestellt. Die Decke zeigt an den Ecken mehrere Löcher. An einigen Stellen ist bereits Glaswolle erkennbar, die Verkleidung blättert ab. Es stellt sich die Frage: Ist der erst vor zehn Jahren errichtete Sitz der Kreisverwaltung an der Süntelstraße bereits marode? Und woher stammen die Löcher?

Auf Anfrage erklärt die Kreissprecherin Sandra Lummitsch, dass sich an den Unterdecken der im ersten Obergeschoss herausragenden Gebäudeteile, die aus Gipskartonplatten bestehen, Schäden gezeigt hätten, die „Gegenstand eines anhängigen Streitverfahrens mit den Architekten sind“. Um Fußgänger und Besucher des Kreishauses zu schützen, hatte der Landkreis deshalb im Bereich des Rundbaus einen Bauzaun aufstellen lassen. „Er dient der Verkehrssicherung, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich dort einzelne Stücke der Gipskartonplatten herauslösen“, sagt Lummitsch. Ein vom Gericht bestellter Gutachter werde demnächst die Ursache erkunden und die Sanierungskosten abschätzen, heißt es aus dem Kreishaus.

Es ist nicht das erste Mal, dass am Außenskelett des Kreishauses Probleme auftreten. 2006 hatte die Kreisverwaltung ihr 23,75 Millionen teures Domizil an der Süntelstraße bezogen. Schon damals gab es Ärger mit dem Neubau. Die für die Fassaden zuständige Firma musste während ihrer Arbeiten Insolvenz anmelden, zog von der Baustelle ab und und hinterließ ein unfertiges Werk sowie jede Menge Pfusch am Bau. Die Suche nach einem Nachfolgeunternehmen, das die Fehler des Vorgängers korrigiert und die Fassade fertigstellt, gestaltete sich zunächst schwierig.

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Um nicht auf den Mehrkosten sitzen zu bleiben, stritt sich der Landkreis mit der Versicherung der insolventen Firma, die eine Vertragserfüllungsbürgschaft abgeschlossen hatte. 175 000 Euro schlug die Kreisverwaltung heraus. Von den Architekten kassierte der Landkreis wegen des Fassadenbaus in einer außergerichtlichen Einigung einen mittleren sechsstelligen Betrag.



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