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Widerstand gegen Abordnung?

Lehrer noch immer nicht da

HAMELN-PYRMONT. Zufrieden ist keiner: Die Elternräte der Gymnasien laufen Sturm gegen die Abordnungen von Gymnasiallehrern an andere Schulformen, diese warten auf Unterstützung und ein Teil der betroffenen Lehrer legt landesweit Widerspruch ein - auch in Hameln.

veröffentlicht am 18.08.2017 um 15:12 Uhr

Unterricht ist Gemeinschaftssache – Lehrerstunden verteilen mehr und mehr auch. Foto: dpa
Dorothee Balzereit

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Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite

Das dürfen Pädagogen im Fall einer ganzjährigen Abordnung – ein halbes Jahr müsste hingenommen werden. 4000 Stunden sollen noch abgeordnet werden, sagt Cord Wilhelm Kiel, Mitglied im Bezirkspersonalrat der Landesschulbehörde. Das sind etwa 170 Vollzeitstellen.

Auch in Hameln haben dem Vernehmen nach einige Lehrkräfte Widerspruch eingelegt. An der Theodor-Heuss-Realschule sei deshalb der Unterricht an zwei Tagen ausgefallen, sagt eine Mutter, die am „Dewezet-Schulradar“ teilnimmt. Das habe ihr Sohn berichtet. Schulleiterin Ingeburg Schröder war auf Anfrage nicht zu einem Gespräch bereit. Das Viktoria-Luise- und das Albert-Einstein-Gymnasium bestätigen die Widersprüche von Lehrern allerdings nicht. Sie erklären, dass noch nicht alle Abordnungsverfügungen der Landesschulbehörde, die für den Dienstantritt notwendig sind, vorliegen. Vom Albert-Einstein-Gymnasium habe bisher ein Kollege an der Realschule angefangen, sagt Schulleiter Christian Schmidt. Nähere Angaben könne er aus rechtlichen Gründen nicht machen. Die von der Vikilu vorgesehenen Lehrkräfte hätten sich freiwillig für den Dienst gemeldet, erklärt die stellvertretende Schulleiterin Maria Bergmann.

Gut funktioniert die Vertretung an der Pestalozzi-Schule, sagt Schulleiter Uwe Wilhelms-Feuerhake. Die beiden Lehrer, die vom Schiller-Gymnasium kommen, unterrichten mit zehn Stunden an der Oberschule, diese gibt schulintern Lehrkräfte an die Grundschule ab. Das sei besser, als wenn Gymnasiallehrer an die Grundschule müssten, sagt Wilhelms-Feuerhake. Er habe sich bereits zum Ende der Sommerferien mit Andreas Jungnitz zusammengesetzt und das weitere Vorgehen besprochen. „Mangelverwaltung ist nie schön“, sagt Feuerhake, „doch wenn schon verteilt werden muss, dann gerecht.“ Derzeit hilft das Schiller mit 24 Stunden an der Pestalozzi- und der Klütschule aus, das Albert-Einstein-Gymnasium soll unverändert mit 33 Wochenstunden an die Theodor-Heuss-Realschule gehen. An dieselbe Schule gibt das Viktoria-Luise-Gymnasium 16 Stunden ab. Die KGS Salzhemmendorf wiederum gibt ab nächster Woche eine halbe Lehrerstelle nach Emmerthal ab. Das Humboldt-Gymnasium Bad Pyrmont muss der Herder-Grundschule und Max-Born-Realschule helfen. Die IGS Hameln und die KGS Bad Münder brauchen weiterhin keine Lehrer abzuordnen, da sie selbst nicht gut versorgt sind.

Information

Der Dewezet-Schulradar

Bereits für die ersten eineinhalb Schulwochen haben uns Eltern Protokolle über die wöchentlichen Fehlstunden ihrer Kinder zurückgesandt. Unterrichtsausfall gab es an einigen Schulen. Am meisten an der Theodor-Heuss-Schule. Dort sind in einem Fall gleich zwei gesamte Schultage ausgefallen, insgesamt kommen 21 gemeldete Stunden zusammen, die Situation an der Schule ist weiterhin schwierig, weil man auf Lehrerabordnungen wartet. Auch dass der Stundenplan nicht fertig war, wird bemängelt. Das Schiller kommt auf fünf Stunden, das AEG auf sechs, das Vikilu auf zehn. Diese Meldungen sind nicht repräsentativ, sollen aber die Probleme der Schulen beleuchten.



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