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Landwirte bangen um das Wintergetreide

Weserbergland (pj). Es ist kein regionales Problem, man kann es überall sehen, das Getreide hat Schaden genommen. Die Felder sehen gelb und braun aus. Die Bauern stellen sich die bange Frage: Erholen sich Weizen und Gerste von den Frostschäden?

veröffentlicht am 05.03.2012 um 09:24 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:21 Uhr

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Die tiefen Temperaturen Anfang Februar haben deutliche Spuren hinterlassen. Getreide, Raps und auch das Grünland haben stark gelitten.
 Es sind die Folgen des Hochs „Dieter“, dass flächendeckend für Temperaturen unter 20 Grad Minus gesorgt hat. Was fehlte war die schützende Schneedecke darüber. Dabei hatte der Winter doch so mild begonnen. Das im Herbst ausgesäte Wintergetreide hatte sich im Dezember und Januar gut entwickelt und war schon auf Frühling eingestellt, als „Dieter“ den eisigen Frost aus Russland mitbrachte. Seit 26 Jahren war es im Februar nicht so kalt gewesen wie diesmal.
 Nach Einschätzung des Landvolkverbandes Niedersachsen lässt sich noch nicht absehen, ob die betroffenen Flächen tatsächlich erfroren sind, oder ob sich die Pflanzen bei steigenden Temperaturen wieder erholen werden. Besonders sorgenvoll blicken die Landwirte auf die Felder auf denen sie die frostempfindliche Wintergerste gedrillt haben. Winterweizen und Winterroggen dagegen können tiefere Temperaturen besser vertragen. Offensichtlich gibt es Unterschiede je nach Sorte, Entwicklungsstand des Getreides. Optimisten glauben, dass nur wenige Getreideschläge neu eingesät werden müssen. Der Raps hat zwar auch einiges abbekommen, er wird sich wohl dank seiner tiefen Pfahlwurzel vom Kälteschock erholen, sind die Bauern sicher.
 Pflanzenanbauberater empfehlen den Getreidebauern, keine eiligen Entscheidungen für den Umbruch der Äcker zu treffen. Es sei voreilig, zum jetzigen Zeitpunkt einen Schlag aufzugeben, denn es zeige sich, dass zwischen dem Gelb und Braun auf den Feldern auch wieder zaghaftes Grün zu erspähen sei. Haben die kleinen Getreidepflanzen ordentliches Wurzelwerk, muss sicherlich bei wärmeren Temperaturen auch eine entsprechende Düngergabe ausgebracht werden. Voraussetzung ist, dass die Äcker abtrocknen und dann befahrbar sind.
 Wovor die Bauern große Angst haben, ist ein weiterer Kahlfrost.

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