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Butte kündigt bei SPD-Neujahrsempfang Geld-Prämien für Betriebe an

Landrat will benachteiligten Jugendlichen Chancen geben

Hameln-Pyrmont (HW). „Bei uns wird Zukunft groß geschrieben“ – mit diesem Slogan wollen die Hameln-Pyrmonter Sozialdemokraten in den Kommunalwahlkampf ziehen. Und die Zukunft der Kinder stand gestern Abend im Mittelpunkt des SPD-Neujahrsempfangs in der Emmerthaler Kultur(n)halle.

veröffentlicht am 14.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 06:41 Uhr

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„Die Kinder von heute sind Tyrannen. Sie widersprechen ihren Eltern, kleckern mit dem Essen und ärgern ihre Lehrer“. Mit diesem Zitat sorgte Unterbezirksvorsitzende Gabriele Lösekrug-Möller zunächst für Verwunderung bei der illusteren Gästeschar. Doch die heimische Bundestagsabgeordnete schob sogleich hinterher, dass diese „Analyse“ bereits 2400 Jahre alt sei und von dem griechischen Philosophen Sokrates stamme. „Wir müssen uns um die kümmern, denen die Zukunft gehört. Wenn wir heute die Chancen unserer Kinder in den Mittelpunkt stellen, sind wir traditionsreich und aktuell zugleich. So ist das mit der SPD“, sagte die Bundespolitikerin.

Und Landrat Rüdiger Butte fing diesen Ball sofort auf. Der Chef im Hamelner Kreishaus kündigte ein engeres Zusammenrücken von Vorschule, Schule, Integration und Jugendhilfe an. „Diesbezüglich werden wir uns verwaltungsmäßig neu ausrichten.“ Durch den doppelten Abitur-Jahrgang und den Wegfall des Wehrdienstes werde es höhere Zuwächse bei den Auszubildenden geben. „Das führt zu Problemen für Real- und Hauptschüler“, so der Sozialdemokrat. Deshalb werde der Landkreis Hameln-Pyrmont „den Versuch unternehmen, benachteiligten Jugendlichen eine Chance zu geben“, kündigte Butte an. Jeder Betrieb, der Jugendliche „mit nicht ganz so guten Noten“ einstelle, werde mit 400 Euro pro Monat unterstützt. „200 000 Euro stehen dafür im Haushalt bereit. Und wenn es uns gelingt, 40 dieser Jugendlichen in Arbeit zu bringen, sparen wir viel Geld, denn dann ist das Thema Sozialhilfe vom Tisch. Wir müssen den Mut haben, voranzugucken“, sagte Butte.

Die wachsende Kinderarmut in Deutschland bezeichnete Referent Heinz Hilgers als „größtes Risiko der Gesellschaft“. Wurden im Jahr 2000 bundesweit noch 15,6 Millionen Kinder gezählt, von denen 1,45 Millionen an der Armutsgrenze lebten, so seien es 2010 schon 2,5 Millionen von insgesamt nur noch 14 Millionen Kindern gewesen. Und für die Zukunft kündigte der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes an: „2035 wird es in Deutschland nur noch zehn Millionen Kinder geben – rund die Hälfte davon arm.“

Stießen beim SPD-Neujahrsempfang auf ein erfolgreiches 2011 an: referent Heinz Hilgers, Unterbezirksvorsitzende Gabriele Lösekrug Möller (MdB), Landrat Rüdiger Butte und MdL Ulrich Watermann (v. li.).

Foto: Dana



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