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Tausende besuchen strömen nach Bückeburg

Landpartie: Von Charleston bis Virtual Reality

BÜCKEBURG. Einen Auftakt nach Maß hat die 19. Ausgabe der Landpartie auf Schloss Bückeburg verzeichnet, die diesmal unter dem Motto „Die Goldenen Zwanziger Jahre“ steht: Bei bestem Sommerwetter besuchten am Donnerstag mehrere Tausend Menschen die mit schönen Dingen zum Gucken, Kaufen und Genießen aufwartende Veranstaltung.

veröffentlicht am 15.06.2017 um 18:06 Uhr

Mit ihren beiden Dirndl-tragenden Malteser-Hündinnen im Kinderwagen waren die „Landpartie“-Besucherin Sibylle Kolax (2. v. r.) und ihre Familie ein Hingucker. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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Dabei hatten sich bei der Eröffnung durch Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe lange Besucherschlangen am Eingang des Schlossparks gebildet, die bis zum Marktplatz reichten. Der Schlossherr selbst nutzte die Gelegenheit, in Begleitung seiner neuen Freundin Mahkameh Navabi das Angebot der Aussteller in Augenschein zu nehmen.

Zu den Stationen, an denen Schaumburg-Lippe haltmachte, gehörte natürlich auch der Verkaufsstand von Schloss Bückeburg. Hier posierte er mit Freundin und zwei Walking-Act-Künstlern, die die aus der Ära des Schwarz-Weiß-Fernsehens bekannten Kultfiguren „Dick und Doof“ mimten, für Foto- und Filmaufnahmen. Zudem begrüßte er das auf der Schlossbrücke musizierende Blasorchester „Bückeburger Jäger“, von dem er sich nicht lange bitten ließ, für die Dauer eines Stückes in die Rolle des Dirigenten zu schlüpfen.

Und nicht zuletzt besuchte er den Stand des in Steyerberg ansässigen Unternehmens „Nordmann Bäder“, wo er sich eine Virtual-Reality-Brille aufsetzte, um ein von diesem Spezialisten geplantes Muster-Badezimmer virtuell zu betreten – und zwar um dies in einer dreidimensionalen Darstellung nebst 360-Grad-Rundumblick zu erleben.

Auf Nachfrage verriet der Schlossherr, dass er als „Jazzer“ insofern eine Verbindung zu den Zwanzigerjahren habe, als dass die in jener Zeit populäre Musik, zu der der Charleston getanzt wurde, die Wurzeln für die Jazz-Musik gelegt habe. Er selbst habe sich als junger Klavierschüler mal ein Notenheft gekauft und danach Charleston gespielt. Ob damals nach US-amerikanischen Vorbild Charleston-Partys im Schloss gefeiert wurden, wusste der Schlossherr nicht. Es sei aber unwahrscheinlich, denn von den Älteren sei die von jungen Leuten gehörte Musik beargwöhnt worden – ähnlich wie die Beat-Kultur der 60er-Jahre.

Mit ihrer Familie als Besucherin bei der Landpartie war Sibylle Kolax, die jedoch ebenfalls viel beäugt wurde – genauer: deren Malteser-Hündinnen „Fee“ und „Sissi“. Die in Preußisch Oldendorf lebende, Hobbyschneiderin hatte ihren kleinen Hunden nämlich von ihr selbst auf Maß geschneiderte Dirndl angezogen, womit diese per se schon niedlich aussahen. Doch damit nicht genug, führte sie einen nostalgischen Kinderwagen mit sich, in dem sie die feschen Malteser-Damen durch die Gegend schob, was ein noch possierlicherer Anblick war. „Ich ziehe die oft an, wenn wir unterwegs sind – weil es mir gefällt“, erklärte Sibylle Kolax mit einem Lachen, und fügte hinzu: „Zwar gibt es auch Leute, die sagen, das ist völlig daneben, aber das ist mir egal.“ Denn sie wisse ja, dass es die zwei Hündinnen gut bei ihr haben.

Wer den Eröffnungstag der Landpartie verpasst hat, hat bis einschließlich Sonntag die Möglichkeit, auf Schloss Bückeburg in die Zwanzigerjahre einzutauchen.



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