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Ausreichend Medizin vorhanden / Bei Verdacht kommt Patient per Sonderkrankenwagen auf Isolierstation einer Klinik

Landkreis für den Fall der Schweinegrippe gerüstet

Hameln-Pyrmont (ni). Die Gefahr einer epidemischen Verbreitung der Schweinegrippe hat beim Landkreis zu einer ersten Reaktion geführt: Das Gesundheitsamt ist seit dem Wochenende 24 Stunden erreichbar, um im Ernstfall sofort die erforderlichen Maßnahmen steuern zu können. „Wir sind gewarnt, und wir sind gewappnet“, versichert Amtsleiter Dr. Rolf Fleischer.

veröffentlicht am 27.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 23:21 Uhr

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Fleischer sieht zurzeit keinen Grund zur Panik. Warum die Erkrankungen ausgerechnet in Mexiko aufgetreten ist, warum dort schon so viele Menschen daran gestorben sind, während mit der Schweinegrippe angesteckte Amerikaner die Infektion offensichtlich besser verkraften – auf diese Fragen gebe es derzeit noch keine Antworten. Vielleicht seien die Amerikaner schneller mit einem bei Grippe wirksamen Medikament behandelt worden, vielleicht lägen die Ursachen aber auch ganz woanders. Fleischer: „Wir wissen über die Zusammenhänge noch nichts; in zehn Tagen sind wir wahrscheinlich klüger.“

Als die Angst vor der Vogelgrippe die Welt in Atem hielt, hat der Landkreis Hameln-Pyrmont seinen Notfallplan für den Ausbruch einer Epidemie aktualisiert. Der würde auch greifen, wenn der Schweinegrippenvirus auf den Landkreis überspringt. Wer im Krisenstab vertreten ist, welche Alarmstufe ausgelöst wird, unter welchen Umständen Schulen geschlossen oder große Veranstaltungen abgesagt werden – die Regeln dafür seien festgelegt, die Informations- und Aktionsketten ebenso. Trete ein Verdacht auf – in der Regel in einer Hausarztpraxis – werde der Patient sofort isoliert. Heißt, mit einem Krankenwagen, der sonst nicht im Einsatz ist, in die Klinik gefahren und dort auf eine Isolierstation verlegt.

Amtsleiter bleibt gelassen

Ein Abstrich des Patienten werde per Kurier in ein Speziallabor in Hannover gebracht, das Ergebnis liege 24 Stunden später vor. Bestätige sich der Verdacht, würden auch alle bisherigen Kontaktpersonen mit dem Medikament Relenza versorgt. Große Mengen des für seine Herstellung notwendigen Grundstoffes seien vom Land Niedersachsen eingelagert; nach Plan würden die Apotheken damit beliefert, die das Mittel für den Gebrauch zusammenmischen. Fleischer sieht den Ausbruch der Schweinegrippe „noch gelassen“. In der jüngsten Vergangenheit, so der Mediziner, „hat es immer wieder mal einen Virus gegeben, bei dem wir ganz elektrisiert dastanden, aber die befürchtete weltweite Verbreitung ist nicht eingetreten“.



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