weather-image
10°

Imke Brockmann hat zwei Frettchen als Haustiere / „Sie sind etwas ganz Besonderes für mich“

Kuscheliges Fell – und ein markanter Geruch

Tündern (mod). Wenn Bonny und Clyde die Tür der Voliere quietschen hören, wachen sie meistens auf. Dann besucht die zwölfjährige Imke ihre beiden Frettchen, um sie zu füttern oder mit ihnen zu spielen. „Ich finde sie niedlich, weil ich mit ihnen ganz toll kuscheln kann“, sagt sie.

veröffentlicht am 17.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 00:41 Uhr

Auf Augenhöhe: Die zwölfjährige Imke ist von Frettchen faszinier
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Zum Spielen füllt Imke eine Socke mit Papier und hält sie dem Frettchen-Pärchen vors Gesicht. Haben sie sich erst mal darin verbissen, wollen die kleinen Tiere die Socke in ihre Schlafhöhle, eine Holzkiste, schleppen. Auf ein Seil reagieren die Frettchen ebenso. Imkes neunjähriger Bruder Hauke hält sich dabei skeptisch im Hintergrund. „Ich ärgere lieber den Kater“, verrät er verschmitzt.

Als ihr Vater aufgehört hat, Vögel zu züchten, stand die Voliere im Garten leer, erzählt Imke, die das Schiller-Gymnasium in Hameln besucht. In einem Supermarkt bot jemand am Schwarzen Brett ein Frettchen an. Imkes Mutter Andrea Preuß hat den Kontakt hergestellt – und im August letzten Jahres fand Clyde, das männliche Frettchen, in der Voliere ein neues Zuhause. „Wenn ich Clyde auf dem Arm habe, kuschelt er sich so rein, unser Kater macht das nicht“, schwärmt die Zwölfjährige von dem Frettchen mit der bräunlichen Färbung. Manchmal legt Imke Clyde eine Leine an und geht mit ihm und ihren Freundinnen spazieren, sagt sie. Einige Passanten würden verwundert kucken, andere hielten das Frettchen für eine kleine Katze. „Die meisten kennen Frettchen nicht, wollen sie aber oft streicheln“, berichtet die Schülerin. Im Oktober letzten Jahres zog dann Bonny, das weibliche Frettchen, in die Voliere zu Clyde. Imke hat sie nach dem Film „Bonnie und Clyde“ benannt, für Bonny aber eine andere Schreibweise verwendet, wie sie erklärt. „Bonny ist sehr neugierig und manchmal eine Zicke, wenn sie Clyde ärgert“, sagt die Zwölfjährige über ihr weibliches Frettchen, das ein Albino (Tier mit fehlender Farbstoffbildung) ist und ein gelblich gefärbtes Fell trägt. Beide Tiere mag Imke nicht mehr hergeben, versichert sie. „Sie sind was Besonderes für mich.“ Wenn Imke mit ihnen spielt, hüpfen sie und machen einen Buckel dabei. Ein weiteres Frettchen mag sie aber nicht mehr, „weil sie halt doch Arbeit machen“. Morgens füttert ihre Mutter die Tierchen, weil Imke zum Schulbus muss. Abends bekommen die Frettchen von Imke Katzen-Dosenfutter. Jeden Sonntagnachmittag macht die Schülerin die Schlafkiste der Tiere sauber, indem sie das Stroh austauscht.

Eigentlich seien die Frettchen dämmerungsaktiv, das heißt, sie schlafen tagsüber eher, erklärt die Zwölfjährige. „Aber wenn ich sie geweckt habe, kann ich nach 15 Minuten ganz gut mit ihnen spielen“, versichert sie. Ihr Vater wolle noch ein paar neue Klettermöglichkeiten für die flinken Frettchen in der Voliere bauen. In der Wohnung würde Imke ihre Frettchen nicht halten, „weil sie unangenehm riechen“.

Als sie die Tiere bekam, hätten sie außerdem beim Spielen manchmal gebissen. Mit Fachliteratur habe sie sich über Frettchen informiert und gelesen, dass man sie leicht auf die Nase hauen soll, wenn sie beißen. „Das hat gewirkt“, berichtet Imke. Jetzt könne sie Clyde ohne Schutzhandschuhe auf den Arm nehmen.

Imkes Mutter zitiert darauf einen Satz aus dem Fachbuch: „Frettchen werden heiß geliebt oder als bissige Stinker bezeichnet.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt