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Bau der Elisabeth-Selbert-Schule mit Totalunternehmer / Konventionelle Ausschreibung in Emmerthal

Kreistag beschließt große Schulprojekte

veröffentlicht am 25.09.2018 um 21:24 Uhr

Der künftige Bauplatz der Elisabeth-Selbert-Schule Foto: Dana
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Autor

Wolfhard F. Truchseß Reporter
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HAMELN-PYRMONT. Grünes Licht für den Neubau der Elisabeth-Selbert-Schule (ESS) auf dem Gelände der Linsingen-Kaserne und ebenfalls grünes Licht für den Neubau der Johann Comenius Schule (JCS) in Emmerthal. Diese „Paketlösung“ wurde gestern vom Kreistag mit 29 Ja-Stimmen, 13 Ablehnungen und fünf Enthaltungen beschlossen. Mit dem Bau der ESS soll ein Totalunternehmer beauftragt , die JCS in Emmerthal in konventioneller Art gewerkeweise ausgeschrieben werden. Zu der Paketlösung gehört auch, dass ein geplantes Parkdeck ebenfalls konventionell ausgeschrieben wird und sich der Landkreis mit einem Zuschuss von 40 Prozent am Erwerb und der Wiederherrichtung des benachbarten Sportplatzes durch die Stadt Hameln beteiligt. Eigentümer des Platzes wird die Stadt Hameln.

Bei der Planung der JCS in Emmerthal ist nach diesem Beschluss gemeinsam mit der Gemeinde Emmerthal die Integration des Grundschulbereichs in den neuen Baukörper anzustreben. Mit dem Neubau soll „zeitnah“ begonnen werden. Landrat Tjark Bartels sprach in diesem Zusammenhang vom Jahr 2021. Damit würde der Neubau entgegen der ursprünglichen Planung um mehrere Jahre vorgezogen. Das Gesamtvolumen der geplanten Projekte gab der Erste Kreisrat Carsten Vetter, der die „Paketlösung“ als Kompromiss nach dem Patt bei der Abstimmung erarbeitet hatte, mit 70 Millionen Euro an.

Der Abstimmung vorausgegangen war eine teilweise sehr emotionale Debatte. Vor allem Karin Echtermann (SPD) machte kein Hehl aus ihrer Zerrissenheit, sich einerseits den Interessen des Handwerks verpflichtet zu fühlen, andererseits aber auch der ESS eng verbunden zu sein. „Ich stehe deshalb dazu, dass ich mich enthalte“, betonte die Kreistagsabgeordnete und war dabei den Tränen nahe.

Michael Ebbecke (Grüne) blieb bei seiner Ablehnung, einen Totalunternehmer mit dem Bau der ESS zu beauftragen. Für ihn mache die Paketlösung keinen Sinn, da die verschiedenen Bestandteile nichts miteinander zu tun hätten. Landrat Bartels und Vetter sehen dies anders: Mit der Verpflichtung eines Totalunternehmers würden in der Bauverwaltung des Landkreises genau die personellen Ressourcen frei, die für die Planung der Johann Comenius Schule benötigt würden.

Eine von der CDU beantragte getrennte Abstimmung über die beiden Schulprojekte hatte der Kreistag vor der Schlussabstimmung über die Paketlösung mit 28 Gegenstimmen abgelehnt. Für diesen Fall hatte der Emmerthaler Abgeordnete Rolf Keller (CDU) ebenso Zustimmung signalisiert wie zuvor Rüdiger Zemlin (FDP). Keller machte aber deutlich, dass ohne den Patt im Januar jetzt nicht über den Neubau der JCS gesprochen worden wäre. Deshalb sei die Ablehnung der damaligen Vorschläge durchaus sinnvoll gewesen.



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