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Jahresüberschuss von rund 400 000 Euro

Kreissiedlungsgesellschaft erzielt sattes Plus

HAMELN-PYRMONT. Die Kreissiedlungsgesellschaft (KSG) hat ein wirtschaftlich sehr gutes Jahr 2016 hinter sich. Mit einem Jahresüberschuss von 397 972 Euro lag der Gewinn der KSG deutlich über dem zum Jahresbeginn erwarteten Ergebnis von etwas mehr als 300 000 Euro und damit um ein Drittel höher als damals im Wirtschaftsplan für 2016 angenommen.

veröffentlicht am 14.06.2017 um 19:07 Uhr

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Wolfhard F. Truchseß Reporter
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Das deutliche Plus resultiert nach Darstellung des Aufsichtsratsvorsitzenden Peter Bartels vor allem aus den zunehmenden Baubetreuungsmaßnahmen für die Gesellschafter der KSG. Dies sind mit 70 Prozent Anteilen der Landkreis Hameln-Pyrmont und die Flecken und Städte Hameln, Bad Pyrmont, Hessisch Oldendorf, Bad Münder, Aerzen, Emmerthal, Salzhemmendorf und Coppenbrügge.

Der Gewinn von knapp 400 000 Euro wird zur Stärkung des Eigenkapitals der KSG in die Rücklagen eingestellt. Das Eigenkapital beträgt derzeit knapp 30 Prozent und liegt damit deutlich unterhalb des Durchschnitts vergleichbarer Gesellschaften. Eine Verzinsung des von den Gesellschaftern eingebrachten Kapitals gab es, wie schon in allen Jahren seit Bestehen der KSG, auch für das vergangene Jahr nicht. Die KSG unterscheidet sich damit von dem kreiseigenen Betrieb der Kreisabfallwirtschaft, der für das vergangene Jahr 70 000 Euro als Verzinsung an den Kreishaushalt abführt.

Obwohl der Jahresüberschuss nach Angaben des Aufsichtsrats und des KSG-Geschäftsführers Joachim Kruppki überwiegend aus den Mieteinnahmen entstand, spielen die Baubetreuungsmaßnahmen eine immer größere Rolle für die KSG. „Wir werden immer öfter von unseren Gesellschaftern angesprochen, ob wir für sie tätig werden können“, erklärte Bartels gestern bei der Vorstellung der Jahresabschlussbilanz. „Wir haben hohe Kompetenz im Bereich Schul- und Kindertagesstättenbau und haben unser technisches Personal dafür verstärkt.“ Es gehe dabei vor allem um Projektsteuerung, teilweise auch um Bauüberwachung, vor allem aber um Kostenkontrolle, wie Kruppki erläuterte. Zwar würden auch Teilleistungen aus dem Architektenbereich erbracht, prinzipiell aber würden für die Detailplanung und Bauausführung externe Büros herangezogen. Mit den planerischen Vorarbeiten unterstütze die KSG vor allem die kommunalpolitischen Entscheidungsprozesse, denn über das Geld, das im Einzelfall investiert werden solle, müsse jeweils der zuständige Rat entscheiden.

Insgesamt hat die KSG 923 Wohnungen im Bestand. Der Mietpreis reicht von 4,10 Euro bis zu 5,50 Euro pro Quadratmeter. Das wird sich ändern, wenn die Sanierungs- und Umbauarbeiten in den Hamelner Objekten an der Wilhelmstraße abgeschlossen sind. Für diese von 23 bis 120 qm großen Wohnungen seien Mietpreise zwischen sieben und neun Euro pro Quadratmeter geplant. Für die insgesamt 43 dort entstehenden Wohnungen gebe es bereits eine Interessentenliste. Das Interesse, stadtnah zu wohnen ist offenbar groß. Für die Objekte investiert die KSG in diesem und im kommenden Jahr zwischen 2,0 und 2,4 Millionen Euro. Die Sanierung der Wilhelmstraße 10 soll Ende des Jahres abgeschlossen sein, das zweite Projekt in der Nachbarschaft Ende 2018 bezugsfertig werden.

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