weather-image
15°

Kreiskämmerer sucht Auswege aus dem Millionen-Defizit

Hameln-Pyrmont. Wie kommt der Kreis aus den Schulden raus. Wir sprachen mit Hameln-Pyrmonts Kämmerer Carsten Vetter über die derzeitige Haushaltsverschuldung und mögliche Auswege aus der derzeitigen Finanzmisere des Kreises.

veröffentlicht am 09.11.2012 um 17:06 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 00:21 Uhr

Kreiskämmerer Carsten Vetter: „Wir müssten eigentlich unseren eigenen Zukunftsvertrag machen.“ Foto: Wal
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Hameln-Pyrmont. Wie kommt der Kreis aus den Schulden raus. Wir sprachen mit Hameln-Pyrmonts Kämmerer Carsten Vetter über die derzeitige Haushaltsverschuldung und mögliche Auswege aus der derzeitigen Finanzmisere des Kreises. Von Joachim Zieseniß

Der Landkreis Hameln-Pyrmont wird voraussichtlich mit einem Minus von 4,1 Millionen Euro aus dem Haushaltsjahr 2012 gehen. Die Prognosen für 2013 gehen nach dem ersten Haushaltsplanentwurf davon aus, dass das Jahr mit einem negativen Ergebnis von rund 1,3 Millionen abschließt. Dazu kommen rund 70 Millionen an Liquiditätskrediten, deren Abtrag in den Sternen steht. Wir sprachen mit Hameln-Pyrmonts Kämmerer Carsten Vetter über die derzeitige Haushaltsverschuldung und mögliche Auswege aus der derzeitigen Finanzmisere des Kreises.

Herr Vetter, trotz sinkender Bevölkerungszahlen werden die Ausgaben im Sozial- und Jugendhilfebereich steigen, mehr Personal wird für die Bearbeitung notwendig. Sind die Kosten noch in den Griff zu bekommen?

Wir verlieren jedes Jahr rund 1000 Einwohner, doch die Fallzahlen im Sozialbereich steigen kontinuierlich. Ich meine, es ist an der Zeit, diese Tendenzen mit Personalaufwendungen und Kosten ins Verhältnis zu setzen, zu analysieren und zu bewerten. Das Eingreifen in diesen Bereich ist schwierig, denn das sind ja Pflichtaufgaben mit gesetzlich normierten Ansprüchen. Gesetze lassen in der Regel Ermessen zu. Und Ermessen lässt Freiraum bei der Gestaltung der Maßnahme zu. Das Ob ist nicht die Frage, nur das Wie. Bei den Maßnahmen gibt es eine Bandbreite mit abgestuften Kosten. Und da ist mein Appell auch an die Politik, wenn Haushaltskonsolidierung und Schuldenabbau das vordringliche Ziel ist, dann müssen sich diesem Primat auch Entscheidungen unterordnen, um zu sparen. Möglicherweise müsste dafür in der Qualität der Maßnahmen eine Stufe nach unten gegangen werden, das heißt, wir suchen nicht nur das beste Angebot für optimale Versorgung, sondern das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und prüfen die Wirksamkeit der Mittel. Das wird bislang nur ansatzweise gemacht. Es wird ein Lernprozess sein, gerade im Sozial- und Jugendhilfebereich einer Verwaltung Entscheidungsverantwortung und Finanzverantwortung zu bündeln. Deshalb brauchen wir in diesem neuen Vorgehen den Schulterschluss zwischen Politik und Verwaltung, um diese negativen Wirkungen neue Herangehensweise auch nach außen vermitteln zu können. Die Stoßrichtung Sparen muss für alle Seiten klar sein. Dabei bleibt die Bedürftigkeit der Einzelnen entscheidend!

Das komplette Interview lesen Sie in der Dewezet.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt