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Heftige Kritik an Schulausschuss-Vorsitzender Mechthild Clemens nach Lehrer-Schelte

Kreis-FDP fordert Grüne zum Rücktritt auf

Hameln-Pyrmont. Die Planungen für die Neuausrichtung der weiterführenden Schulen in Aerzen, Emmerthal und Hessisch Oldendorf erreichen nun verstärkt die Kreispolitik. Nachdem die Vorsitzende des Kreisschulausschusses, Mechthild Clemens (Bündnis 90/Die Grünen), auf einer Versammlung ihrer Partei besonders Kritik an den Lehrern in Hessisch Oldendorf geäußert hatte (wir berichteten am Samstag), sprechen die Liberalen von einer „Frechheit“. Die FDP-Kreistagsfraktion fordert Clemens deshalb zum Rücktritt vom Ausschussvorsitz auf, wie Vorsitzender Heinrich Fockenbrock mitteilt. Sie habe das Vertrauen in die Zusammenarbeit mit Lehrern sowie Eltern und Schülervertretungen „nachhaltig geschädigt“, heißt es in der Stellungnahme der FDP-Kreistagsfraktion.

veröffentlicht am 03.11.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 10:41 Uhr

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Autor:

FElix David
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Während Clemens bei der Mitgliederversammlung des grünen Kreisverbandes in der vergangenen Woche den reformpädagogischen Ansatz der Oberschule in Aerzen gewürdigt hatte, kritisierte sie die Planungen in den beiden anderen Bildungseinrichtungen. In dem Bericht wurde sie mit den Worten zitiert, dass die Emmerthaler Schulleitung „ihre Hausaufgaben nicht gemacht“ habe („Das ist kein Konzept“), in Hessisch Oldendorf bemängelte sie die Abwehrhaltung vieler Lehrer. „Die haben bestimmte Sachen einfach noch nicht verstanden.“

Die Kreis-FDP kontert. Clemens entlarve die Bündnisgrünen erneut als Partei, die den Bürgern erklären wolle, was sie zu denken und wie sie zu leben haben. „Nur wer sich für eine IGS ausspricht, hat begriffen, welches die beste Schulform ist – alle anderen haben keine Ahnung – allen voran die Lehrer und Lehrerinnen sowie die Eltern- und Schülervertretungen in Emmerthal und Hessisch Oldendorf“, wundern sich die Liberalen über die Haltung von Clemens. „Die Grünen demonstrieren damit erneut, dass sie nicht bereit sind, die Meinung Andersdenkender zu respektieren, sondern der Parteiideologie absoluten Vorrang zu geben.“

Die FDP erinnert daran, dass die Grünen zusammen mit der Kreis-SPD alle drei Schulen in IGS habe umwandeln (beziehungsweise eine gar ganz auflösen) wollen. „Nun wurden sie in diesem Vorhaben gestoppt“, meinen die Liberalen. „Doch nicht durch die Oppositionspolitiker, sondern ausgerechnet durch die Fachleute – die Lehrer und Lehrerinnen zusammen mit den Eltern- und Schülervertretungen.“

Die FDP wirft Clemens vor, in erster Linie verantwortlich dafür zu sein, dass in Hameln eine IGS „ohne vorheriges pädagogisches und geschweige denn Finanzierungskonzept aus dem Boden gestampft wurde und Kosten in Höhe zwischen 15 und 20 Millionen Euro verursacht hat“. „Besser kann man Inkompetenz nicht unter Beweis stellen“, kritisiert die Fraktion.



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