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Verwaltung stellt sich selbst Prüfauftrag

Kreis will bei Sozialkosten sparen

Hameln-Pyrmont (joa). Wo lassen sich die explodierenden Kosten im Jugend- und Sozialbereich des Landkreises reduzieren? Diese Frage haben sich die Mitarbeiter im Dezernat 3 von Hameln-Pyrmonts Kreisverwaltung gestellt und sich daraus selbst für 2012 einen Prüfauftrag formuliert. Dabei sind sie auf die steigenden Fallzahlen und Kosten im Bereich der Integrationshelfer gestoßen. Zahlen, die angesichts der angestrebten Inklusion schnell weiter steigen dürften. Ein Integrationshelfer ist eine langfristig eingesetzte Eingliederungshilfe, die Kinder mit geistigen Behinderungen oder psychischen Störungen unterstützt. Die Palette kann hier vom Down-Syndrom über Sprachstörungen und Autismus bis hin zu Schwerstbehinderungen reichen. Integrationshelfer begleiten behinderte Schüler im Schulunterricht und bieten individuelle Betreuung. Der Beschluss, einen Integrationshelfer für einen gehandicapten Schüler zu beantragen, erfolgt meist auf Antrag der Lehrer. Die Kosten für diese Integrationshilfe muss der Sozialhilfeträger, sprich Landkreis, übernehmen. Kosten, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen sind, da diese Hilfe immer mehr in Anspruch genommen worden ist. So stieg die Fallzahl nach Auskunft von Karl Holweg, beim Kreis zuständig für den Bereich Eingliederungshilfe, von 2008 bis zum Vorjahr von 71 auf 94; die Kosten erhöhten sich von knapp einer Mil-ion auf 1,5 Millionen Euro. Nicht zuletzt angesichts der Tatsache, dass durch die Inklusion damit zu rechnen ist, dass die Fallzahlen erneut steigen werden, soll hier nach Einsparungsmöglichkeiten gesucht werden. Denn gemäß Inklusionsanspruch sollen Kinder mit Behinderungen künftig Regelschulen besuchen können. Und das wird kaum ohne Integrationshelfer gehen, die den Kreis je nach Qualifikation – die reicht vom Laienhelfer bis zu pädagogisch Ausgebildeten – von 13 bis 23 Euro pro Stunde kosten. Und da ein Rechtsanspruch auf diese Art der Integrationshilfe besteht, dürften Einsparungen bestenfalls durch Optimierung von Hilfsstrukturen möglich sein, sagt Holweg; so durch gleichzeitige Betreuung mehrerer Kinder durch einen Helfer.

veröffentlicht am 01.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 14:41 Uhr

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