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Vorschlag von Kämmerer Vetter bei erster Lesung des Haushalts / Appell an die Politik

Kreis soll 2012 zwei Millionen einsparen

Hameln-Pyrmont (joa). Mit einem Appell an die Politik beendete Kreiskämmerer Carsten Vetter gestern seine Vorstellung des Haushaltes 2012, die er in erster Lesung dem Ausschuss für Finanzen und Wirtschaft in dessen Sitzung vorstellte. Vetters Appell: Verwaltung und Politik sollen in diesem Jahr gemeinsam nach Einsparmöglichkeiten des Kreises suchen. Das ehrgeizige Spar-Ziel des Kämmerers: 2 Millionen Euro weniger an Ausgaben. Diese Summe, so Vetter, entspräche lediglich 1,07 Prozent der Aufwendungen. Und bei dem 2012 erwarteten Defizit in der Kreiskasse, das mit 4,8 Mio Euro beziffert ist, hieße das rechnerisch nur noch ein Fehlbedarf von 2,8 Mio Euro.

veröffentlicht am 18.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 15:21 Uhr

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Der Kreiskämmerer machte deutlich, dass in einer dienstleistenden Verwaltung nicht an „Produktionslinien“ verschlankt werden könne; vielmehr sollten in den Bereichen, in denen gespart werden solle, nur 95 Prozent der Kostenansätze monatlich freigegeben werden, um regelmäßig mit den Verwaltungsangestellten nach Wegen zu suchen, diese Einsparungen zu erreichen. In den Fachausschüssen solle auch die Politik mit Vorschlägen in diesen Prozess eingebunden werden.

Die Summen, die in den Budgets – vom Landrat bis zu den Schulen – eingespart werden sollen, reichen von 100-Euro-Beträgen bis hin zu stolzen Summen von 1,4 Mio. Euro. So könnten nach Vetters Vorstellungen beispielsweise im Referat Sicherheit und Verbraucherschutz runde 23 000 Euro weniger ausgegeben werden, bei der Wirtschaftsförderung gute 19 000 Euro, und bei der Zentralen Steuerung ständen gar etwa 158 000 Euro zur Disposition. Auch im Dezernat Planen, Bauen, Umwelt könnten etwa 63 000 Euro eingespart werden, runde 293 000 Euro im Personalkostenbudget. Größter Einsparbrocken müsste nach Vetters Vorschlag das Dezernat für Soziales, Schulen, Inklusion und Integration mit 1,4 Mio. Euro wuppen.

Abgeordneter Klaus Arnold (CDU) merkte zu diesem Vorschlag des Kämmerers an, er halte angesichts der desolaten Finanzsituation „die 1 Prozent an Einsparungen als untersten Level“ an. Er sehe „erhebliche Gefahren für den Landkreis“, nachdem das „Tafelsilber aus dem Wesertal-Verkauf abgebaut und gleichzeitig die Schuldenlast aufgebaut“ worden sei. Auch angesichts des demografischen Wandels im Landkreis sei zu befürchten: „Wir werden ein Stückchen Griechenland, wenn wir so weitermachen“, warnte Arnold.

Ehrgeiziges Ziel des Kämmerers: Im Kreishaus sollen in diesem Jahr zwei Millionen Euro eingespart werden.

Montage: Wal



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