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Hameln-Pyrmonter Fleischerinnung gehen die Mitglieder aus / Bäcker bieten Fusion an

Kommt die Wurst zum Brot?

Hameln-Pyrmont. Ob auf kirchlicher, kommunaler oder wirtschaftlicher Ebene – Fusionen haben Konjunktur. Auch die Fleischer- und die Bäckerinnung des Landkreises Hameln- Pyrmont tragen sich mit dem Gedanken eines Zusammenschlusses. In einer Innung schließen sich für gewöhnlich selbstständige Handwerker des gleichen oder ähnlichen Handwerks zusammen, um ihre gemeinsamen Interessen zu vertreten. Ob Bäcker und Fleischer über ausreichend Gemeinsamkeiten verfügen, um sich zu einer gemeinsamen Interessenvertretung zusammenzuschließen, muss die Zukunft zeigen. Dass es keine Liebesheirat zwischen Bäckern und Fleischern geben wird, wurde anlässlich der Versammlung der Bäckerinnung schnell deutlich. Nach einer regen Diskussion überwog letztendlich aber dann doch die positive Einstellung gegenüber der Zweckehe. „Die Bereitschaft für einen möglichen Zusammenschluss sehe ich als Arbeitsauftrag“, zeigte sich der Obermeister der Bäckerinnung, Thomas Wegener, zufrieden. Ein erstes, sehr kon-struktives Gespräch zwischen den Obermeistern beider Innungen sowie dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Ulrich Wichmann, war bereits im Vorfeld der Innungsversammlungen geführt worden, wie dieser bestätigt. Während die Bäckerinnung bereits beraten und nach Abwägung der Argumente ihr Stimmungsbild abgegeben hat, müssen sich die acht Mitglieder der Hameln-Pyrmonter Fleischer-Innung mit dem Thema Fusion noch beschäftigen. Wollen sich die heimischen Fleischer weiterhin innerhalb einer regionalen Innung organisieren, bleibt ihnen allerdings keine andere Alternative, als mit den Innungsbäckern im Landkreis zu fusionieren. Ihr amtierender Obermeister Werner Schulte steht für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung und ein Nachfolger konnte bisher in den eigenen Reihen nicht gefunden werden, wie Ulrich Wichmann mitteilt. Damit steht die Fleischerinnung Hameln-Pyrmont vor der Auflösung. Die heimischen Fleischereibetriebe müssten sich dann der Freien Fleischer-Innung Hannover anschließen. Allerdings ist die Mitgliedschaft in einer deutschen Innung freiwillig, im Gegensatz zur obligatorischen Handwerkskammermitgliedschaft. „Uns ist es wichtig, die Fleischer bei uns zu halten und eine Abwanderung in Richtung Hannover zu verhindern“, sagt der Geschäftsführer der heimischen Kreishandwerkerschaft mit Sitz auf dem Hefehof nicht ganz uneigennützig. Die Kreishandwerkerschaft ist ein Zusammenschluss aller Innungen einer Stadt, eines Landkreises oder eines anderen von der zuständigen Handwerkskammer zugelassenen Bereiches. Ulrich Wichmann sieht mit dem Signal der Bäckerinnung in Richtung Fusion das Ziel vorgegeben, genau wie Obermeister Thomas Wegener, der jüngst in seinem Amt bestätigte Vorstandsvorsitzende der insgesamt 18 aktive Betriebe zählenden Bäckerinnung. Ebenfalls wiedergewählt wurde der stellvertretende Obermeister Wilhelm Bente. Eine weitere wichtige Funktion in der Innung sowie deren Vorstand bekleidet der neue Lehrlingswart Uwe Schmidt. Er fungiert als Bindeglied zwischen den Lehrlingen und den Ausbildungsbetrieben in Prüfungsangelegenheiten. Unterstützung in seiner Arbeit erhält er von seinen Stellvertretern Martina Deiterding (Öffentlichkeitsarbeit/Prüfung) und Hartmut Hakenbeck (Schulbackstube). sbr

veröffentlicht am 11.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 15:41 Uhr



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